Erweiterte Funktionen

China: Peking hält geldpolitisches Pulver trocken


03.03.25 11:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Im Januar stiegen die Verbraucherpreise mit 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zwar stärker als im Dezember, so die Analysten von Postbank Research im Kommentar zur chinesischen Wirtschaft.

Dies sei jedoch vor allem auf einen statistischen Effekt durch früher als 2024 stattfindende Neujahrsfeiertage zurückzuführen. Die Deflation der Produzentenpreise habe sich den 28. Monat in Folge fortgesetzt (minus 2,3 Prozent zum Vorjahresmonat).

Die ausländischen Direktinvestitionen seien im Januar um 13,4 Prozent auf umgerechnet 12,9 Milliarden Euro gefallen - der schwächste Jahresstart seit vier Jahren und dies nach einem Rekordeinbruch von 27,1 Prozent im Gesamtjahr 2024, dem stärksten Rückgang seit 2008.

Mitte Februar habe sich Staatspräsident Xi Jinping mit führenden Privatunternehmern des Landes getroffen. Neben der Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen für staatliche und private Unternehmen habe sich Xi für einen erleichterten Zugang zu günstigeren Finanzierungsmöglichkeiten ausgesprochen.

Zunächst habe die PBoC die Leitzinsen für ein- und fünfjährige Kredite im Februar bei 3,1 bzw. 3,6 Prozent belassen. Mit wachstumsstimulierenden Lockerungen dürfte Peking warten, um auf mögliche weitere Zollerhöhungen der US-Regierung angemessen reagieren zu können.

Habe die EZB ihren Lockerungszyklus wie erwartet fortgesetzt, könnte der Renminbi bis Mitte 2025 in Richtung EUR/CNY 7,50 aufwerten. (Währungsbulletin März 2025) (03.03.2025/alc/a/a)