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Capital Group: Warum Hochzinsanleihen immer noch attraktiv sind


01.07.19 12:45
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - Hochzinsanleihen bleiben attraktiv, sagt David Bradin, Anleiheexperte der Capital Group. Für ein Investment sprechen vor allem die guten Fundamentaldaten, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Konjunkturzyklus neige sich dem Ende. Viele Anleger würden deshalb mit dem Gedanken spielen, das Risiko in ihrem Portfolio zu reduzieren und Anleihen von Emittenten mit schlechter Bonität abzustoßen. Solche Überlegungen seien verständlich und richtig, sage David Bradin, Anleiheexperte bem US-Fondsanbieter Capital Group. Anleger sollten Hochzinsanleihen aber nicht pauschal verteufeln. "Auch im High-Yield-Bereich lohnt es sich, in den sich anbahnenden volatilen und verlustreichen Marktphasen investiert zu bleiben. Es handelt sich um eine langlebige Assetklasse für langfristige Investoren", sage der Anlageprofi.

Das wirtschaftliche Umfeld sei für Hochzinsanleihen nach wie vor gut. Der Verschuldungsgrad der Emittenten habe seinen Höhepunkt bereits erreicht. Zugleich seien die mittelfristigen Umsatz- und Gewinnziele der Unternehmen aus Sorge vor einem baldigen Abschwung leicht zurückgegangen. "Dies dürfte zusammen mit den ausbleibenden Zinserhöhungen Unternehmensanleihen nützen", sage Bradin. Die Ausfallquote von US-amerikanischen High-Yield-Anleihen habe 2018 bei 1,8 Prozent gelegen und damit fast auf einem Allzeittief. Für den aktuellen, endenden Zyklus rechne der Experte mit einer ähnlichen Entwicklung wie in früheren Zyklen - nämlich mit einem langsamen Anstieg.

Market-Timing ist nicht zu empfehlen

Die Suche nach dem richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkts sei bei High-Yields wenig zu empfehlen, meine der Rentenprofi. "Dass hochverzinsliche Unternehmensanleihen auch zum Ende eines Konjunkturzyklus' ein gutes Investment sind, zeigt der Blick auf den Bloomberg Barclays US High Yield Index", sage Bradin. Seit der Auflegung des Index' vor 21 Jahren habe es nämlich lediglich fünf Jahre mit Verlusten gegeben. Diese hätten im Schnitt bei acht Prozent gelegen. "Würde man die Zeit der internationalen Finanzkrise herausrechnen, läge der durchschnittliche Verlust bei 3,5 Prozent", sage der Anlageprofi. Wer durchgehend investiert geblieben wäre, hätte einen durchschnittlichen Jahresertrag von 7,4 Prozent erwirtschaftet. (01.07.2019/alc/a/a)