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Bundrenditen steigen leicht
05.07.24 08:47
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Bundrenditen steigen leicht (+2Bp), so die Analysten der Nord LB.
Die Renditestrukturkurve von US-Treasuries sei schon seit längerer Zeit invers. Fünfjährige Credit Default Swaps (CDS) der USA lasse das kalt (37bp). Auch das Rating tangiere es bisher nicht (Aaa/AA+/AA+).
Welche langfristigen Folgen hätten die jahrelang stattgefundenen Anleihekäufe der EZB? In Sintra seien diese Woche sehr kritische Stimmen laut geworden. Die Frage ob mehr Schaden als Nutzen errichtet worden sei, sei diskutiert worden. Ausgelöst worden sei die Debatte durch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ).
Zur Erinnerung: Seit dem Jahr 2014 habe die EZB über mehrere Jahre durch den Erwerb von u. a. Staatsanleihen aber auch Corporate Bonds versucht, eine sehr niedrige Inflation im Euroraum zu bekämpfen. Die BIZ argumentiere, dass sich in einem Niedrigzinsumfeld die Inflation nicht feinsteuern lasse und auf lange Sicht unerwünschte Nebenwirkungen wie bspw. eine überhöhte Risikobereitschaft als auch Verwundbarkeiten im Finanzsystem generiert würden. Fakt sei folgendes: Am Ende der Stützungsmaßnahmen gebe es immer noch rund EUR 3 Bio. an Überschussliquidität. Diese gigantische Summe werde die EZB noch über Jahre beschäftigen.
Kreisen zufolge arbeite die EZB mit der EBA zusammen an einem Vorschlag zur Vereinfachung der Meldepflichten für Banken, welche einen signifikanten Risikotransfer (SRT) beantragen würden (durch die Übertragung von Kreditausfallrisiken auf externe Investoren werde über SRTs Kapital freigesetzt).
Tagesausblick: Die Zahlen der offiziellen Statistiker zur Lage am US-Arbeitsmarkt dürften heute von ganz besonderer Bedeutung für die internationalen Finanzmärkte sein. Diese Angaben seien nämlich von hoher Relevanz für die weitere FED-Geldpolitik. Die Analysten würden mit keiner Bewegung bei der Arbeitslosenquote rechnen. Die Vorzeichen für die sogenannten "Payrolls"-Daten seien nicht sonderlich erfreulich. Die Zahlen des Personaldienstleisters ADP würden für Juni lediglich einen Stellenaufbau von 150.000 anzeigen. Viele Beobachter hätten hier etwas mehr Dynamik erwartet. Die zwei Zeitreihen würden sich aber von Zeit zu Zeit entkoppeln. Allerdings würden auch die Arbeitsmarktkomponenten der beiden ISM Einkaufsmanagerindices keine großen Hoffnungen auf positive Entwicklungen machen. (05.07.2024/alc/a/a)
Die Renditestrukturkurve von US-Treasuries sei schon seit längerer Zeit invers. Fünfjährige Credit Default Swaps (CDS) der USA lasse das kalt (37bp). Auch das Rating tangiere es bisher nicht (Aaa/AA+/AA+).
Zur Erinnerung: Seit dem Jahr 2014 habe die EZB über mehrere Jahre durch den Erwerb von u. a. Staatsanleihen aber auch Corporate Bonds versucht, eine sehr niedrige Inflation im Euroraum zu bekämpfen. Die BIZ argumentiere, dass sich in einem Niedrigzinsumfeld die Inflation nicht feinsteuern lasse und auf lange Sicht unerwünschte Nebenwirkungen wie bspw. eine überhöhte Risikobereitschaft als auch Verwundbarkeiten im Finanzsystem generiert würden. Fakt sei folgendes: Am Ende der Stützungsmaßnahmen gebe es immer noch rund EUR 3 Bio. an Überschussliquidität. Diese gigantische Summe werde die EZB noch über Jahre beschäftigen.
Kreisen zufolge arbeite die EZB mit der EBA zusammen an einem Vorschlag zur Vereinfachung der Meldepflichten für Banken, welche einen signifikanten Risikotransfer (SRT) beantragen würden (durch die Übertragung von Kreditausfallrisiken auf externe Investoren werde über SRTs Kapital freigesetzt).
Tagesausblick: Die Zahlen der offiziellen Statistiker zur Lage am US-Arbeitsmarkt dürften heute von ganz besonderer Bedeutung für die internationalen Finanzmärkte sein. Diese Angaben seien nämlich von hoher Relevanz für die weitere FED-Geldpolitik. Die Analysten würden mit keiner Bewegung bei der Arbeitslosenquote rechnen. Die Vorzeichen für die sogenannten "Payrolls"-Daten seien nicht sonderlich erfreulich. Die Zahlen des Personaldienstleisters ADP würden für Juni lediglich einen Stellenaufbau von 150.000 anzeigen. Viele Beobachter hätten hier etwas mehr Dynamik erwartet. Die zwei Zeitreihen würden sich aber von Zeit zu Zeit entkoppeln. Allerdings würden auch die Arbeitsmarktkomponenten der beiden ISM Einkaufsmanagerindices keine großen Hoffnungen auf positive Entwicklungen machen. (05.07.2024/alc/a/a)


