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Bund-Future unter Druck


03.03.25 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die abgelaufene Handelswoche war von Verunsicherung geprägt, so die Analysten der Helaba.

Zunächst seien konjunkturelle Enttäuschungen im Mittelpunkt gestanden, so die Stimmungsumfragen unter Verbrauchern in den USA und in Deutschland. Per saldo seien die Daten aber uneinheitlich ausgefallen und die von Verbrauchern in den Umfragen geäußerten Inflationssorgen hätten sich in den Preisdaten nicht wiedergefunden. In der Summe hätten beiderseits des Atlantiks die Zinssenkungserwartungen leicht zugenommen, wohl auch vor dem Hintergrund der zum Ende der Woche wieder schwächer tendierenden Aktienmärkte. Diese seien dabei auch unter dem Einfluss der erneuerten US-Zolldrohungen gegen Kanada, Mexiko, China und die Europäische Union gestanden. Am Wochenende habe die geopolitische Verunsicherung nach dem Streit im Weißen Haus dominiert. Pläne über neue Sondervermögen im deutschen Staatshaushalt würden Bundesanleihen belasten.

Am Morgen stehe der Bund-Future unter Druck, vor allem wegen der Spekulation auf neue schuldenfinanzierte Ausgabenprogramme (Bundeswehr, Infrastruktur), die nötig würden, weil die USA sich als geostrategischer Partner als nicht mehr zuverlässig zeigen würden. Zum Ende der Vorwoche sei es aber zunächst zu weiteren Kursgewinnen gekommen und die technische Situation habe sich verbessert. So würden sich die quantitativen Indikatoren gen Norden richten und lägen oberhalb der Signallinien. Noch sei der ADX aber schwach, was vor zu viel Optimismus warne. Zudem sei der Sprung über die gleitenden Durchschnitte (21T und 55T) und das 38,2%-Retracement (132,92) nicht nachhaltig gelungen. Eine Unterstützung unterhalb der 21- und 55-Tage-Linie finde sich am Zwischentief bei 131,26. (03.03.2025/alc/a/a)