Bund-Future im Fokus: Bricht jetzt die Seitwärtsrange?


14.07.25 08:38
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die letzte Woche war vom Zollkonflikt geprägt, wobei die Verlängerung der Verhandlungsfrist auf den 1. August zunächst zu einer erhöhten Risikobereitschaft beigetragen hat, so die Analysten der Helaba.

Die gute Stimmung sei zum Ende der Woche getrübt worden, als Trump der EU mit pauschalen Strafzöllen in Höhe von 15 oder 20% gedroht habe. Am Wochenende sei dann der Paukenschlag mit der Ankündigung gekommen, 30% Zölle auf EU-Importe zu verlangen. Die EU setze weiter auf Verhandlungen und hoffe auf eine Einigung. Sollte es diese aber nicht geben, würden wohl Gegenmaßnahmen getroffen. Die Nervosität an den Finanzmärkten sei hoch und so würden neue Nachrichten zum Thema Zölle mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Wichtig in dieser Woche seien aber auch die Konjunktur- und Preiszahlen, die durchaus Potenzial hätten, die Zinserwartungen auf beiden Seiten des Atlantiks zu beeinflussen. Hervorzuheben sei die morgen anstehende US-Inflation.

Am Rentenmarkt habe sich im Zuge nachlassender Zinssenkungsfantasie eine schwächere Tendenz durchgesetzt und der richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich wichtigen Unterstützungen genähert. Zu nennen seien die markanten Tiefs von Mitte Mai bei 128,97/99, die einem Test bislang standgehalten hätten. Sollten diese nachhaltig unterschritten werden, müsste die seit April währende Seitwärtsrange als beendet bezeichnet werden. Weitere Unterstützungen würden sich bei 128,40 und 127,83 zeigen. Widerstand würden die 21- und 55-Tagelinien bei 130,31 bzw. 130,46 leisten, an denen der Future zuletzt immer wieder gescheitert sei. (14.07.2025/alc/a/a)




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