Britische Konsumenten unbeeindruckt von hoher Inflation


24.03.17 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Das Britische Pfund verzeichnete gestern deutliche Kurszuwächse im Vergleich zum Euro, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Rückenwind habe hier wohl das überraschend deutliche Plus bei den Einzelhandelsumsätzen um 1,4% gg. Vm. (Konsens: 0,4%) generiert. Die Konsumenten hätten sich im Februar damit nicht durch den überraschend starken Inflationsanstieg um 2,3% gg. Vj. im gleichen Monat die Ausgabenlaune verderben lassen. Der starke Anstieg der Einzelhandelsumsätze im Februar sollte aber auch nicht überbewertet werden. So sei es in den drei vorherigen Monaten zu einer Kontraktion im Vergleich zum Vormonat gekommen. Die Schwäche des Euro zum Britischen Pfund sei in dem wichtigen Unterstützungsbereich bei 0,86 GBP ausgelaufen.

Von der US-Notenbank würden weiter Töne kommen, die in Richtung einer weiteren Rückführung der expansiven Geldpolitik deuten würden. So habe der Präsident der FED von San Francisco, John Williams, angeführt, dass dieses Jahr insgesamt drei aber durchaus auch mehr Zinserhöhungen Sinn machen würden. In diesem Umfeld verliere die Erholung des Euro zum US-Dollar an Schwung. Der Widerstandsbereich bei rund 1,08 USD habe bisher nicht überwunden werden können. Erst ein Sprung über diese Marke würde nachhaltiges Aufwärtspotenzial freisetzen. (24.03.2017/alc/a/a)