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Britische Konjunktur schwächelt zum Jahresende 2019


20.01.20 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien fielen im Dezember um 0,8% gg. Vm. zurück und enttäuschten damit deutlich im Vergleich zum Konsens, der von einem Anstieg in der gleichen Größenordnung ausgegangen war, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Für das gesamte 4. Quartal ergebe sich dadurch trotz relativ hoher Reallohnzuwächse ein Umsatzrückgang von 1,0% gg. Vq. Mit Blick auf diese enttäuschende Entwicklung besteht das Risiko, dass sich unsere Erwartung einer Stagnation der britischen Wirtschaft in den letzten drei Monaten des Jahres 2019 sogar noch als zu optimistisch erweist, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Die Daten würden damit in die Hände der Mitglieder der Bank of England (BoE) spielen, die schon Ende des letzten Jahres für eine Lockerung der Geldpolitik votiert hätten. Vor diesem Hintergrund sei ein Zinssenkungsschritt bereits im Januar wahrscheinlicher geworden, das Basisszenario der Analysten bleibe aber eine Senkung der Bank Rate um 25 BP im Mai.

Trotz der enttäuschenden britischen Konjunkturdaten sei das Britische Pfund zum Euro nicht unter Druck geraten. Damit sei erneut der Sprung des Euro über den wichtigen Widerstand bei 0,86 GBP ausgeblieben, der die Basis für eine größere Erholung der Einheitswährung bilden würde. (20.01.2020/alc/a/a)