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Böser Euro! Draghi sieht eine Abschwächung des Euro voraus - aber erst 2019
15.08.14 13:03
ING Investment Management
Den Haag (www.anleihencheck.de) - Einige Analytiker sind an einen Punkt angelangt, wo sie sich über den Euro ärgern, so die Experten von ING Investment Management im aktuellen "Houseview".
Wie oft hätten sie schon darauf hingewiesen, dass der Euro doch schwächer sein müsste - dabei werde er nach wie vor bei 1,34 gegenüber dem US-Dollar gehandelt!
Zugegeben, der Euro stehe zwar unter der 1,37- bis 1,39-Marke, in dieser Spanne habe er sich bereits Mitte Februar bis Mitte Mai dieses Jahres bewegt. Dennoch sei angesichts der Abweichungen zwischen der FED und der EZB, des enttäuschenden Wirtschaftswachstums in der Eurozone gegenüber der wirtschaftlichen US-Erholung, sowie der möglichen Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland mit einem wesentlich schwächeren Euro gerechnet worden. Und dies bereits seit über einem Jahr.
Ein Argument für den noch relativ starken Euro habe EZB-Präsident Draghi während des EZB-Meetings letzte Woche geliefert. Ironischerweise sei Draghi bemüht gewesen, den Euro schlecht zu reden. Während der Pressekonferenz habe Draghi gesagt, dass "weitere Überlegungen in Betracht zu ziehen sind, und dass deshalb die Voraussetzungen für einen schwächeren Wechselkurs nun wesentlich besser seien als noch vor zwei oder drei Monaten... und wenn man sich anschaut, wie die Märkte die Entwicklung der Realzinsen in absehbarer Zukunft sehen, das heißt bis 2019, wird erwartet, dass die Realzinsen im Bereich des Euro negativ bleiben, und dies für einen wesentlich längeren Zeitraum als in den USA."
Diese Aussage beinhalte interessante Aspekte: Zum einen sei bemerkenswert, dass Draghi mit "absehbarer Zukunft" die kommenden fünf Jahre meine. Die jüngste Vergangenheit - mit Blick auf die Lehmann- oder die Euro-Krise - hat uns gelehrt, dass innerhalb von fünf Jahren viel passieren kann, somit erscheint die Bezeichnung "absehbarer Zukunft" doch sehr gewagt, so die Experten von ING Investment Management.
Zum anderen hätten sich die Realzinsen seit Mitte 2012 zugunsten des Euro bewegt. Obwohl etwas gegensätzlich, so sei das niedrige Niveau der Inflation in der Eurozone ein wichtiger Grund für diese Bewegung der Realzinsen gewesen.
In absehbarer Zukunft, das heißt in einem gemäßigteren Zeitraum von drei bis sechs Monaten, sind die Experten von ING Investment Management nicht von einer Realzinsbewegung in gegensätzlicher Richtung zum Euro überzeugt. Im Hinblick auf das, was für die FED eingepreist sei, würden die Experten keine größeren Veränderungen weder bei den 2-jährigen US-Zinsen noch bei den 2-jährigen Euro-Zinsen erwarten. Da die Inflation in den USA relativ zur Inflation in der Eurozone steigen könnte, könne eine Unterstützung des Euro durch die Realzinsen gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden. (15.08.2014/alc/a/a)
Wie oft hätten sie schon darauf hingewiesen, dass der Euro doch schwächer sein müsste - dabei werde er nach wie vor bei 1,34 gegenüber dem US-Dollar gehandelt!
Zugegeben, der Euro stehe zwar unter der 1,37- bis 1,39-Marke, in dieser Spanne habe er sich bereits Mitte Februar bis Mitte Mai dieses Jahres bewegt. Dennoch sei angesichts der Abweichungen zwischen der FED und der EZB, des enttäuschenden Wirtschaftswachstums in der Eurozone gegenüber der wirtschaftlichen US-Erholung, sowie der möglichen Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland mit einem wesentlich schwächeren Euro gerechnet worden. Und dies bereits seit über einem Jahr.
Diese Aussage beinhalte interessante Aspekte: Zum einen sei bemerkenswert, dass Draghi mit "absehbarer Zukunft" die kommenden fünf Jahre meine. Die jüngste Vergangenheit - mit Blick auf die Lehmann- oder die Euro-Krise - hat uns gelehrt, dass innerhalb von fünf Jahren viel passieren kann, somit erscheint die Bezeichnung "absehbarer Zukunft" doch sehr gewagt, so die Experten von ING Investment Management.
Zum anderen hätten sich die Realzinsen seit Mitte 2012 zugunsten des Euro bewegt. Obwohl etwas gegensätzlich, so sei das niedrige Niveau der Inflation in der Eurozone ein wichtiger Grund für diese Bewegung der Realzinsen gewesen.
In absehbarer Zukunft, das heißt in einem gemäßigteren Zeitraum von drei bis sechs Monaten, sind die Experten von ING Investment Management nicht von einer Realzinsbewegung in gegensätzlicher Richtung zum Euro überzeugt. Im Hinblick auf das, was für die FED eingepreist sei, würden die Experten keine größeren Veränderungen weder bei den 2-jährigen US-Zinsen noch bei den 2-jährigen Euro-Zinsen erwarten. Da die Inflation in den USA relativ zur Inflation in der Eurozone steigen könnte, könne eine Unterstützung des Euro durch die Realzinsen gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden. (15.08.2014/alc/a/a)


