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BoE-Gouverneur Bailey sieht kein Risiko für britische Banken


28.03.23 11:45
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England, sowie zwei weitere Mitglieder der BoE (Sam Woods und Dave Ramsden) erschienen heute vor dem Treasury Select Committee zu einer Anhörung zum Zusammenbruch der Silicon Valley Bank, so die Experten von XTB.

Bailey habe festgestellt, dass der Zusammenbruch der SVB der schnellste Bankenzusammenbruch seit dem Zusammenbruch der Barings Bank gewesen sei, die 1995 nach einem massiven Verlust von 827 Mio. GBP durch den Händler Nick Leeson zusammengebrochen sei. Diese beiden Fälle könnten jedoch nicht miteinander verglichen werden, da Barings aufgrund der Handlungen von unseriösen Händlern zusammengebrochen sei, während SVB aufgrund eines Bank-Runs und eines schlechten Zinsrisikomanagements zusammengebrochen sei. In Bezug auf die Credit Suisse habe Bailey gesagt, dass die Probleme der Schweizer Bank unternehmensspezifisch seien und nicht als Risiko für inländische Banken angesehen werden sollten. Insgesamt sei Bailey der Ansicht, dass keines der Merkmale der jüngsten Bankenzusammenbrüche (SVB und CS) Stress im britischen Finanzsystem verursache. Er habe jedoch gesagt, dass wir uns in einer Zeit erhöhter Spannungen auf den Märkten befinden würden und ein höheres Maß an Wachsamkeit erforderlich sei.

Baileys heutige Äußerungen seien im Einklang mit seinen gestrigen Äußerungen gestanden, als er festgestellt habe, dass sich die britischen Notenbanker durch die Probleme des globalen Bankensystems nicht von der Inflationsbekämpfung ablenken lassen dürften. Das GBP habe nach Baileys Äußerungen heute etwas abgewertet, aber die Bewegung unmittelbar nach seinen Äußerungen sei kaum spürbar gewesen.

Ein Blick auf GBP/USD im D1-Chart zeige, dass das Paar die Widerstandszone erreicht habe, die durch das 50%-Retracement der im Juni 2021 eingeleiteten Abwärtsbewegung markiert werde. Das Paar habe in der vergangenen Woche versucht, diese Zone zu durchbrechen, sei jedoch gescheitert, und auch der heutige Versuch scheine in Frage gestellt worden zu sein. GBP/USD habe die Kursgewinne vom Vortag wieder abgegeben und einen langen oberen Schatten ausgebildet. Sollten wir jedoch einen Durchbruch über diese Zone sehen, könnte der Bereich um 1,2440, der mit den lokalen Höchstständen der vergangenen Monate markiert sei, das nächste Ziel für Käufer sein. Gelinge der Durchbruch nach oben nicht, könnte der Kurs in Richtung der Unterstützungszone zurückfallen, die durch das 38,2%-Retracement und den SMA200 markiert sei. (28.03.2023/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.