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Bewährungsprobe für Lagarde: Die Erfahrung fehlt
13.03.20 12:00
Legg Mason
Baltimore (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat am 12. März 2020 ein Paket geschnürt, das den Schwerpunkt auf die Bereitstellung von Liquidität für Banken zu günstigen Zinssätzen legt, aber keine Zinssenkung vorsieht, so Andreas Billmeier, Sovereign Research Analyst der Legg Mason-Tochter Western Asset Management.
Darüber hinaus weite die EZB das Programm für den Ankauf von Vermögenswerten um 120 Milliarden Euro aus. EZB-Präsidentin Christine Lagarde habe dabei angedeutet, dass der Kauf von Unternehmensanleihen verstärkt werde. Wichtig sei Lagarde gewesen, dass das Paket einstimmig unterstützt worden sei. Mit anderen Worten: Eine Zinssenkung sei wohl nicht gegen die Einwände einiger Zentralbanker durchführbar gewesen. Lagarde habe hinzugefügt, dass sie jetzt eine deutliche fiskalpolitische Reaktion der Eurogruppe erwarte.
Die Aussagen Lagardes seien vielleicht etwas zu dünn gewesen verglichen mit den Hoffnungen des Marktes auf eine vollständige Flexibilität beim Ankaufprogramm. Lagarde schien zeitweise etwas unsicher zu sein und vermied es, auf ein paar pointierte Fragen zu antworten, so die Experten von Legg Mason. Für so einen schwierigen Moment in ihrer Amtszeit scheine die Erfahrung wohl noch nicht zu reichen. So habe sie beispielsweise gesagt, die EZB sei nicht dazu da, die Spreads zu schließen, was technisch gesehen richtig sei. Die Experten würden aber denken, dass sie eine solche Aussage angesichts der aktuellen Lage vermieden hätte, wäre die Erfahrung mit den Finanzmärkten größer gewesen.
Aus Sicht der Experten sei dies ein gutes Paket für das, was für die EZB machbar sei. Und die Experten würden mit Lagarde übereinstimmen: Die Einstimmigkeit der EZB sei wahrscheinlich wichtiger als eine Zinssenkung um zehn Basispunkte gewesen. Der Liquiditätsschub sei massiv und wenn dies, wie von Lagarde gefordert, durch Kreditgarantieprogramme ergänzt werde, sollte es für die Banken gut möglich sein, weitere Kredite zu vergeben. Dies aber müssten die Finanzpolitiker der Eurozone in der kommenden Woche entscheiden. (Ausgabe vom 12.03.2020) (13.03.2020/alc/a/a)
Darüber hinaus weite die EZB das Programm für den Ankauf von Vermögenswerten um 120 Milliarden Euro aus. EZB-Präsidentin Christine Lagarde habe dabei angedeutet, dass der Kauf von Unternehmensanleihen verstärkt werde. Wichtig sei Lagarde gewesen, dass das Paket einstimmig unterstützt worden sei. Mit anderen Worten: Eine Zinssenkung sei wohl nicht gegen die Einwände einiger Zentralbanker durchführbar gewesen. Lagarde habe hinzugefügt, dass sie jetzt eine deutliche fiskalpolitische Reaktion der Eurogruppe erwarte.
Die Aussagen Lagardes seien vielleicht etwas zu dünn gewesen verglichen mit den Hoffnungen des Marktes auf eine vollständige Flexibilität beim Ankaufprogramm. Lagarde schien zeitweise etwas unsicher zu sein und vermied es, auf ein paar pointierte Fragen zu antworten, so die Experten von Legg Mason. Für so einen schwierigen Moment in ihrer Amtszeit scheine die Erfahrung wohl noch nicht zu reichen. So habe sie beispielsweise gesagt, die EZB sei nicht dazu da, die Spreads zu schließen, was technisch gesehen richtig sei. Die Experten würden aber denken, dass sie eine solche Aussage angesichts der aktuellen Lage vermieden hätte, wäre die Erfahrung mit den Finanzmärkten größer gewesen.
Aus Sicht der Experten sei dies ein gutes Paket für das, was für die EZB machbar sei. Und die Experten würden mit Lagarde übereinstimmen: Die Einstimmigkeit der EZB sei wahrscheinlich wichtiger als eine Zinssenkung um zehn Basispunkte gewesen. Der Liquiditätsschub sei massiv und wenn dies, wie von Lagarde gefordert, durch Kreditgarantieprogramme ergänzt werde, sollte es für die Banken gut möglich sein, weitere Kredite zu vergeben. Dies aber müssten die Finanzpolitiker der Eurozone in der kommenden Woche entscheiden. (Ausgabe vom 12.03.2020) (13.03.2020/alc/a/a)


