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Besicherte Hochzinsanleihen sind auch für 2018 interessant


12.12.17 10:00
Swisscanto Invest

Zürich (www.anleihencheck.de) - Das Jahr neigt sich dem Ende und Investoren positionieren sich traditionell für das neue Kalenderjahr, so Karsten Marzinzik, Senior Account Manager Germany, Swisscanto Asset Management International S.A.

Die immer wieder spannende Frage laute: Welche Anlageklassen würden künftig adäquate Renditen versprechen? Angesichts des europäischen sowie japanischen Niedrigzinsumfelds und der moderaten Zinswende in den USA halte der Experte besicherte Hochzinsanleihen auch in 2018 für eine interessante Alternative im Anleihenuniversum. Die Experten würden eine Fortsetzung aus verschiedenen Gründen erwarten: das gesamtwirtschaftliche Umfeld bleibe gemäß den aktuellen Daten und Prognosen günstig. So seien beispielsweise die Unternehmensgewinne stabil. Die Entwicklung bei den Ausfallraten im High Yield-Segment würden die Experten ebenfalls unterstützend für den Markt werten. Sie würden von zwei Prozent sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr ausgehen. Ein Wert, der unter dem langjährigen Durchschnitt liege.

Auch von der technischen Seite gebe es positive Daten. Es würden nicht mehr Hochzinsanleihen ausgegeben als zurückbezahlt. Zusammen mit der Tatsache, dass enorm viel Geld für Investitionen im Kapitalmarkt vorhanden sei, führe dies erfahrungsgemäß zu stabilen Credit Spreads. Da die Bewertungen im High Yield-Segment mittlerweile eher teuer seien, bleibe weniger Spielraum für weitere Spread-Einengungen. Es sei daher mit Erträgen im Bereich der laufenden Rendite zu rechnen. Eine defensive Investition in den High Yield-Markt sei aufgrund dessen und der Reife im Kreditzyklus empfehlenswert. Dies sei optimal über besicherte High Yield-Bonds möglich. Aufgrund ihrer Struktur böten sie eine deutlich höhere Recovery Rate (Verwertungsquote) als ihre unbesicherten Pendants. Secured High Yield-Bonds seien explizit durch Vermögenswerte des Unternehmens wie zum Beispiel Maschinen, Immobilien oder Lagerbestände besichert. Im Konkursfall würden diese Sicherheiten als Pfand dienen, um die Forderungen der Anleger zu begleichen.

Zudem würden Unternehmen, die erstmals emittieren würden, meist eine Neuemissionsprämie auf den Kupon zahlen. Investoren würden dadurch von mehr Sicherheit und einem höheren Kupon profitieren. Diese hohe laufende Verzinsung der besicherten Hochzinsanleihen zusammen mit der Duration von aktuell rund 2,5 Jahren im Fonds seien insbesondere vorteilhaft im Umfeld steigender Zinsen und hätten eine entsprechende Pufferfunktion. Interessant sei auch, dass das Segment der besicherten Hochzinsanleihen vom Small Cap-Effekt profitiere. Die Volumen der Neuemissionen seien in der Regel zu gering für die großen Fonds, die daher nicht investieren würden und für enorme Kursbewegungen sorgen könnten. (12.12.2017/alc/a/a)