Erweiterte Funktionen
Bereiten PCE-Deflatoren der FED wieder Sorgenfalten?
31.01.20 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Zwar läuft der Konjunkturmotor in den USA immer noch recht rund, wie die gestrige BIP-Schätzung für das 4. Quartal 2019 bestätigte, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Gleichwohl würden die 2,1% (ann.) Wachstum im historischen Vergleich allenfalls eine durchschnittliche Expansionsrate darstellen. Der größte Wachstumstreiber sei dabei der Außenhandel gewesen, was jedoch im Wesentlichen auf einen massiven Rückgang der Importtätigkeit zurückzuführen gewesen sei. In Kombination mit dem starken Lagerabbau sowie der unverändert enttäuschenden Investitionsneigung würden die BIP-Detaildaten damit auf eine im Kern schwächelnde Konjunkturdynamik hindeuten. Die Analysten würden nach 2,3% im Jahr 2019 für das laufende Jahr nur noch mit einem BIP-Wachstum von 1,7% rechnen.
Für die US-Notenbank würden sich jedoch neben einer drohenden Konjunkturverlangsamung auch im Hinblick auf die Inflationsentwicklung potenzielle zinspolitische Handlungszwänge ergeben. So würden die Quartalsdaten für den von der FED bevorzugten Inflationsindikator über den Deflator des privaten Konsums (PCE) auf eine erneute Verlangsamung der Preisdynamik hindeuten. Würden die heutigen Monatsdaten für den PCE-Kerndeflator diese Entwicklung bestätigen, dürften die Spekulationen über weitere Leitzinssenkungen der FED in diesem Jahr neue Nahrung erhalten.
Nach Veröffentlichung der BIP-Daten habe der Euro zum US-Dollar gestern zulegen können. Ein unterhalb der Markterwartungen von 1,6% liegender PCE-Kerndeflator könnte der Einheitswährung heute weiteren Rückenwind verleihen. (31.01.2020/alc/a/a)
Gleichwohl würden die 2,1% (ann.) Wachstum im historischen Vergleich allenfalls eine durchschnittliche Expansionsrate darstellen. Der größte Wachstumstreiber sei dabei der Außenhandel gewesen, was jedoch im Wesentlichen auf einen massiven Rückgang der Importtätigkeit zurückzuführen gewesen sei. In Kombination mit dem starken Lagerabbau sowie der unverändert enttäuschenden Investitionsneigung würden die BIP-Detaildaten damit auf eine im Kern schwächelnde Konjunkturdynamik hindeuten. Die Analysten würden nach 2,3% im Jahr 2019 für das laufende Jahr nur noch mit einem BIP-Wachstum von 1,7% rechnen.
Für die US-Notenbank würden sich jedoch neben einer drohenden Konjunkturverlangsamung auch im Hinblick auf die Inflationsentwicklung potenzielle zinspolitische Handlungszwänge ergeben. So würden die Quartalsdaten für den von der FED bevorzugten Inflationsindikator über den Deflator des privaten Konsums (PCE) auf eine erneute Verlangsamung der Preisdynamik hindeuten. Würden die heutigen Monatsdaten für den PCE-Kerndeflator diese Entwicklung bestätigen, dürften die Spekulationen über weitere Leitzinssenkungen der FED in diesem Jahr neue Nahrung erhalten.
Nach Veröffentlichung der BIP-Daten habe der Euro zum US-Dollar gestern zulegen können. Ein unterhalb der Markterwartungen von 1,6% liegender PCE-Kerndeflator könnte der Einheitswährung heute weiteren Rückenwind verleihen. (31.01.2020/alc/a/a)


