Bank of Japan senkt Inflationsprognose für 2019


01.02.19 09:30
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Stimmung der japanischen Verbraucher fiel im Januar um 0,8 auf 41,9 Punkte und befindet sich damit weiterhin im pessimistischen Bereich, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Positiv überraschen können hätten hingegen zuletzt Zahlen zu Einzelhandelsumsätzen, die im Dezember mit plus 0,9 Prozent die Verluste aus dem Vormonat fast vollständig aufgeholt hätten. Das Plus zeichne sich durch hohe Absatzzahlen sowie gesunkene Preise aus. Für eine weitere positive Überraschung habe die japanische Industrieproduktion gesorgt, die mit -0,1 Prozent im Dezember einen geringeren Rückgang verzeichnet habe, als von den Analysten erwartet worden sei. Nach einem negativen Wachstum im dritten Quartal habe das vierte Quartal somit wieder einen Anstieg von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal verzeichnen können. Die geplante Mehrwertsteuererhöhung sollte das Konsumwachstum in 2019 mit 1,3 Prozent beleben, wovon auch die Industrieproduktion Mitte des Jahres zunehmend profitieren sollte.

Währenddessen habe die Bank of Japan (BoJ) ihre Inflationsprognose für 2019 auf 0,9 Prozent gesenkt. Zwar habe die BoJ aufgrund des negativen Leitzinses sowie des bereits stark fortgeschrittenen Anleiheankaufprogramms geringen Spielraum für eine expansive Geldpolitik. Zuletzt seien jedoch die Risiken für die japanische Volkswirtschaft betont worden. Eine allzu starke Aufwertung des Yens liege daher nicht im Interesse der BoJ. (01.02.2019/alc/a/a)