Erweiterte Funktionen

Bank of Japan äußert sich zurückhaltend zu Zinserhöhungen


03.01.25 09:40
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Aufgrund der sich wieder ausweitenden Renditedifferenzen im Umfeld der US-Wahlen geriet der Japanische Yen nach einer Erholung Ende November wieder unter Druck, so die Analysten von Postbank Research.

Er habe von USD/JPY 148 bis auf USD/JPY 157 abgewertet, zum Euro auf EUR/JPY 163,50.

Aufgrund steigender Renditedifferenzen sei es zu weiteren Kapitalabflüssen japanischer Großinvestoren aus Japan gekommen.

Die Bank of Japan habe die Leitzinsen im Dezember unverändert belassen. Gouverneur Ueda habe sich in der anschließenden Pressekonferenz sehr zurückhaltend hinsichtlich einer Zinserhöhung im Januar geäußert. Dies habe den Druck auf den Yen erhöht, zumal in den USA und Europa die Renditen weiter angestiegen seien.

Im dritten Quartal sei Japans Wirtschaft annualisiert um 1,2 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Verantwortlich dafür sei ein Anstieg des privaten Konsums um 0,7 Prozent zum Vorquartal gewesen.

Die Verbraucherpreisinflation habe sich im Oktober von 2,5 auf 2,3 Prozent verringert, sei aber im November zurück auf 2,9 Prozent geklettert. Die Kernrate, die Preise für frische Lebensmittel und Energie ausklammere, habe im Oktober von 2,1 auf 2,3 Prozent zugenommen und sei im November weiter auf 2,7 Prozent gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex habe sich im November auf 50,1 Punkte zurück in die Expansionszone bewegt.

Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Yen nahe EUR/JPY 153 notieren, sofern die Bank of Japan ihren Zinserhöhungszyklus zeitnah fortführe und die EZB ihren Senkungszyklus wie aktuell an den Swapmärkten eingepreist fortsetze. (Ausgabe Währungsbulletin Januar 2025) (03.01.2025/alc/a/a)