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Bank of Japan: Zur Abwechselung mal Taten statt Worte


31.07.24 10:39
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Bank of Japan hat am aktuellen Rand eine Leitzinsanhebung vorgenommen und zeitgleich zudem noch ihre Wertpapierkäufe verringert, so die Analysten der Nord LB.

Damit würden die Notenbanker in Tokio derzeit also dem für sie wahrscheinlich eher gewöhnungsbedürftigen Prinzip "Taten statt Worte" folgen. Die aktuell ergriffenen gelpolitischen Maßnahmen sollten sicherlich auch dabei helfen, die grundsätzlich noch immer beobachtbare Schwäche des Yen weiter abklingen zu lassen. Die im Laufe des zweiten Halbjahres 2024 zu erwartenden Zinssenkungen durch die US-Zentralbank würden dieses Problem dann wohl endgültig lösen.

Die sich immer klarer abzeichnenden baldigen Reduktionen der FED Funds Target Rate dürften vom Devisenmarkt inzwischen zwar sehr weitgehend eingepreist werden, die dann zu beobachtenden unterschiedlichen Strategien der Geldpolitiker in Washington und Tokio müssten dem Yen aber grundsätzlich dennoch helfen können. Folglich dürfte die Bank of Japan nun langsam wieder zu einer größeren Vorsicht neigen. Vor einer Rückkehr zur Handlungsmaxime "Worten statt Taten" könnte das Leitzinsniveau im Land der aufgehenden Sonne aber durchaus noch leicht weiter angehoben werden. (31.07.2024/alc/a/a)