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Bank of Japan: Inflationsprognosen angehoben
31.10.23 11:30
XTB
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Während der heutigen Handelssitzung an den APAC-Märkten wurde die Aufmerksamkeit der Anleger hauptsächlich auf die geldpolitische Entscheidung der BoJ (Bank of Japan) gelenkt, so die Experten von XTB.
Die Sitzung selbst sei erwartet worden, da gestern Morgens in den USA durch Ankündigungen der Nachrichtenagentur Nikkei bekannt geworden sei, dass die Bank of Japan beabsichtigt habe, Änderungen im oberen Bereich der möglichen Abweichungen bei den Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen vorzunehmen.
Nach der heutigen Entscheidung sei Japans Renditelimit zu einer Art Referenzzinssatz geworden, wobei die Bank of Japan ihre 1%-Grenze für zehnjährige Staatsanleihen nun als "Obergrenze" und nicht mehr als starres Ziel definiert habe. Dieses System bleibe systematisch die ganze Zeit unter der Zinskurvenkontrolle (YCC) bei 0%.
Nach den gestrigen Spekulationen habe der Markt die Möglichkeit gesehen, dass das obere Band auf 1,25% erweitert werde. Stattdessen sei die 1%-Grenze formalisiert worden, was in den Augen der Anleger auf Missbilligung gestoßen sei. Der Ausverkauf des Japanischen Yen habe seit der Entscheidung zugenommen und sich nach Uedas Kommentaren beschleunigt.
Von nun an werde die BoJ die 1%-Grenze für zehnjährige JGB-Renditen als Benchmark in ihren Marktoperationen behandeln.
Inflationsprognosen angehoben:
- Prognose für die Kern-CPI-Inflation im Jahr 2023 bei +2,8%, im Vergleich zu +2,5% im Juli
- Medianprognose für die Kern-CPI-Inflation im Jahr 2024 bei +2,8% gegenüber +1,9% im Juli
- Medianprognose für die Kern-CPI im Jahr 2025 bei +1,7% gegenüber +1,6% im Juli
- Medianprognose für das reale BIP im Fiskaljahr 2023 bei +2,0% gegenüber +1,3% im Juli
- Medianprognose für das reale BIP im Jahr 2024 bei +1,0% gegenüber +1,2% im Juli
- Medianprognose für das reale BIP im Jahr 2025 bei +1,0% gegenüber +1,0% im Juli
Die BoJ halte weiterhin an einer lockeren Geldpolitik fest, aber zwischen den Zeilen würden die neuen Instrumente und die angehobenen CPI-Prognosen darauf hindeuten, dass die Bank langfristig von der aktuellen Politik abrücken und sich stärker auf restriktive Maßnahmen zubewegen werde.
Der Japanische Yen habe jedoch heute deutlich an Wert verloren und sei nun die am schlechtesten performende G7-Währung. Das Währungspaar gegen den Euro sei über die jüngsten lokalen Höchststände gestiegen, und das Paar handele derzeit auf dem höchsten Niveau seit 2008. (31.10.2023/alc/a/a)
Die Sitzung selbst sei erwartet worden, da gestern Morgens in den USA durch Ankündigungen der Nachrichtenagentur Nikkei bekannt geworden sei, dass die Bank of Japan beabsichtigt habe, Änderungen im oberen Bereich der möglichen Abweichungen bei den Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen vorzunehmen.
Nach der heutigen Entscheidung sei Japans Renditelimit zu einer Art Referenzzinssatz geworden, wobei die Bank of Japan ihre 1%-Grenze für zehnjährige Staatsanleihen nun als "Obergrenze" und nicht mehr als starres Ziel definiert habe. Dieses System bleibe systematisch die ganze Zeit unter der Zinskurvenkontrolle (YCC) bei 0%.
Nach den gestrigen Spekulationen habe der Markt die Möglichkeit gesehen, dass das obere Band auf 1,25% erweitert werde. Stattdessen sei die 1%-Grenze formalisiert worden, was in den Augen der Anleger auf Missbilligung gestoßen sei. Der Ausverkauf des Japanischen Yen habe seit der Entscheidung zugenommen und sich nach Uedas Kommentaren beschleunigt.
Inflationsprognosen angehoben:
- Prognose für die Kern-CPI-Inflation im Jahr 2023 bei +2,8%, im Vergleich zu +2,5% im Juli
- Medianprognose für die Kern-CPI-Inflation im Jahr 2024 bei +2,8% gegenüber +1,9% im Juli
- Medianprognose für die Kern-CPI im Jahr 2025 bei +1,7% gegenüber +1,6% im Juli
- Medianprognose für das reale BIP im Fiskaljahr 2023 bei +2,0% gegenüber +1,3% im Juli
- Medianprognose für das reale BIP im Jahr 2024 bei +1,0% gegenüber +1,2% im Juli
- Medianprognose für das reale BIP im Jahr 2025 bei +1,0% gegenüber +1,0% im Juli
Die BoJ halte weiterhin an einer lockeren Geldpolitik fest, aber zwischen den Zeilen würden die neuen Instrumente und die angehobenen CPI-Prognosen darauf hindeuten, dass die Bank langfristig von der aktuellen Politik abrücken und sich stärker auf restriktive Maßnahmen zubewegen werde.
Der Japanische Yen habe jedoch heute deutlich an Wert verloren und sei nun die am schlechtesten performende G7-Währung. Das Währungspaar gegen den Euro sei über die jüngsten lokalen Höchststände gestiegen, und das Paar handele derzeit auf dem höchsten Niveau seit 2008. (31.10.2023/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


