Erweiterte Funktionen
Bank of Japan: Inflationsprognose gesenkt
23.01.19 11:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die japanische Notenbank verkündete heute Morgen das Ergebnis ihrer regulären Leitzinssitzung, so Dr. Stefan Große von der Nord LB.
Dabei habe es - wenig überraschend - keinerlei Anpassungen am geldpolitischen Werkzeugkasten gegeben.
Allerdings habe sich die Bank of Japan (BoJ) wahrscheinlich zähneknirschend genötigt gesehen, die Inflationsprognose deutlich nach unten zu korrigieren: Für das Fiskaljahr 2019/20 erwarte sie nur noch eine Preissteigerung 0,9% statt 1,4%. Die Forecasts seien Bestandteil des quartalsweise veröffentlichten Ausblicks. Der Ölpreisentwicklung werde dabei die "Hauptschuld" in die Schuhe geschoben. Immerhin - die Wachstumsprognose sei leicht nach oben korrigiert worden, sei aber nach Erachten der Analysten der Nord LB reichlich optimistisch.
Damit sollte aber auch klar sein, dass das Inflationsziel (2,0% Y/Y) weiter deutlich verfehlt werde und die Notenbank mittelfristig wohl eher nicht mit der Rückabwicklung ihrer ultra-expansiven Maßnahmen beginne. Die letzten eher enttäuschenden Konjunkturdaten, wie die heute veröffentlichte Handelsstatistik mit einer sehr negativen Exportentwicklung (-3,8% Y/Y) würden diese Sicht ebenfalls unterstützen.
Zudem gebe es mit Handelskrieg, Brexit und der konjunkturellen Abkühlung in China durchaus Downside-Risiken, die potenziell Rufe sogar nach eher noch mehr Expansivität laut werden lassen könnten. Nach Erachten der Analysten der Nord LB habe die BoJ hier aber das Limit erreicht. Notenbankgouverneur Kuroda sei sichtlich bemüht gewesen, Optimismus in Bezug auf die handelspolitischen Auseinandersetzungen zu streuen.
Eines dürfe auch nicht vergessen werden: Die Regierung plane derzeit weiterhin die Erhöhung der Konsumsteuer m Oktober. Dies könnte im 2. Halbjahr zu hausgemachten Problemen führen. Allerdings dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktion abgeblasen werde angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung gestiegen sein.
Die Märkte würden mangels Überraschungen kaum reagieren.
Die japanische Notenbank ändere - wenig überraschend - nichts an ihrem geldpolitischen Werkzeugkasten. Zähneknirschend müsse sie jedoch die Zinsprognose deutlich herabnehmen. Das selbstgesteckte Inflationsziel sei in weiter Ferne. Angesichts der vielen Risiken könnten sogar bald Rufe lauter werden, dass die Notenbank mehr machen sollte. Die Analysten der Nord LB würden aber denken, dass das Limit dessen erreicht sei, was geleistet werden könne, und dass auf lange Sicht die BoJ bei dem aktuellen Maßnahmenkatalog bleiben werde. (23.01.2019/alc/a/a)
Dabei habe es - wenig überraschend - keinerlei Anpassungen am geldpolitischen Werkzeugkasten gegeben.
Allerdings habe sich die Bank of Japan (BoJ) wahrscheinlich zähneknirschend genötigt gesehen, die Inflationsprognose deutlich nach unten zu korrigieren: Für das Fiskaljahr 2019/20 erwarte sie nur noch eine Preissteigerung 0,9% statt 1,4%. Die Forecasts seien Bestandteil des quartalsweise veröffentlichten Ausblicks. Der Ölpreisentwicklung werde dabei die "Hauptschuld" in die Schuhe geschoben. Immerhin - die Wachstumsprognose sei leicht nach oben korrigiert worden, sei aber nach Erachten der Analysten der Nord LB reichlich optimistisch.
Zudem gebe es mit Handelskrieg, Brexit und der konjunkturellen Abkühlung in China durchaus Downside-Risiken, die potenziell Rufe sogar nach eher noch mehr Expansivität laut werden lassen könnten. Nach Erachten der Analysten der Nord LB habe die BoJ hier aber das Limit erreicht. Notenbankgouverneur Kuroda sei sichtlich bemüht gewesen, Optimismus in Bezug auf die handelspolitischen Auseinandersetzungen zu streuen.
Eines dürfe auch nicht vergessen werden: Die Regierung plane derzeit weiterhin die Erhöhung der Konsumsteuer m Oktober. Dies könnte im 2. Halbjahr zu hausgemachten Problemen führen. Allerdings dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktion abgeblasen werde angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung gestiegen sein.
Die Märkte würden mangels Überraschungen kaum reagieren.
Die japanische Notenbank ändere - wenig überraschend - nichts an ihrem geldpolitischen Werkzeugkasten. Zähneknirschend müsse sie jedoch die Zinsprognose deutlich herabnehmen. Das selbstgesteckte Inflationsziel sei in weiter Ferne. Angesichts der vielen Risiken könnten sogar bald Rufe lauter werden, dass die Notenbank mehr machen sollte. Die Analysten der Nord LB würden aber denken, dass das Limit dessen erreicht sei, was geleistet werden könne, und dass auf lange Sicht die BoJ bei dem aktuellen Maßnahmenkatalog bleiben werde. (23.01.2019/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


