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Bank of Japan: Es bahnt sich eine große Trendwende an
08.03.24 11:55
XTB
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das Devisenpaar USD/JPY steht momentan gleich doppelt unter Druck, so die Experten von XTB.
Einerseits habe FED-Chef Powell mit seinen gestrigen Aussagen vor dem US-Senat signalisiert, dass ein Zins-Schwenk näher rücke, was den US-Dollar deutlich unter Druck gebracht habe. Andererseits deute sich in Japan eine Abkehr von der seit acht Jahren andauernden, ultralockeren Geldpolitik an. Die Signale für einen geldpolitischen Kurswechsel der Bank of Japan hätten dem Yen schließlich Auftrieb verliehen.
Die japanische Notenbank bereite den Markt langsam auf ein Ende der Nullzinspolitik vor. Der Grund dafür sei das starke Lohnwachstum, das die Inflation erneut antreiben könnte, nachdem die Teuerung im Januar auf 2,2% gesunken sei. Ein weiteres Indiz für einen erneuten Anstieg der Inflation seien die stark gestiegenen Verbraucherpreise im Großraum Tokio, die im Februar auf 2,6% im Jahresvergleich (vorher 1,8%) hinaufgeschnellt seien.
Japans Zentralbankchef Ueda habe neulich gesagt, dass die BoJ eine Änderung der geldpolitischen Lockerung in Betracht ziehe, wenn sich das jüngste Lohnwachstum verstärke. Seine Äußerungen hätten die Erwartungen geschürt, dass die BoJ bereits im März aus den Negativzinsen aussteigen könnte. Infolgedessen habe der Yen gewertet, was sich auf das Devisenpaar USD/JPY ausgewirkt habe.
Hinzu komme, dass die FED einer Zinswende immer näherkomme. Laut dem FED-Chef Jerome Powell gewinne die US-Notenbank an Zuversicht, die sie für einen Beginn der geldpolitischen Lockerung brauche, dies habe er bei seinem gestrigen Auftritt vor dem US-Senat bestätigt. Powells Aussagen würden die Erwartungen an den Geldmärkten bestärken, dass eine erste Zinssenkung in den nächsten Monaten erfolgen könnte. Nach seinem gestrigen Auftritt habe der Dollar deutlich nachgegeben, wodurch sich der Abwärtsdruck beim USD/JPY erhöht habe.
Zwei Wochen lang habe sich der USD/JPY an dem Widerstand bei 150,750 JPY die Zähne ausgebissen. Für eine Rally-Fortsetzung habe es jedoch nicht gereicht. Stattdessen sei der Kurs mehrfach an der Barriere nach unten abgeprallt. Nach den gestrigen Aussagen vor Powell sei schließlich das Tief vom 29. Februar bei 149,217 JPY durchschlagen worden und die Abwärtsdynamik habe deutlich Fahrt aufgenommen. Der kräftige Pullback habe das Devisenpaar USD/JPY direkt bis an die 100-Tage-Linie (SMA) bei 147,536 JPY gedrückt. Hier habe der Kurs zunächst Halt gefunden, doch die Korrektur müsse an dieser Stelle noch nicht enden. Aus technischer Perspektive wäre noch Platz bis an den 200-Tage-Durchschnitt bei 147,004 bzw. bis an das 38,2% Retracement bei 146,82 JPY.
In diesem Bereich könnte es zu einer Gegenbewegung kommen. Das bullische Chartbild sei nach dem starken Abwärtsimpuls gekippt. Es deute sich demnach eine größere Korrektur an. Ein Bruch des lokalen Tiefs bei 145,893 JPY könnte das nächste Signal für weiter fallende Kurse liefern. Rücksetzer bis an das 61,8% Retracement bei 144,314 JPY würden dann immer wahrscheinlicher. Mittelfristig könnte sich sogar eine Korrektur bis 137,270 JPY ergeben, sollte sich herausstellen, dass es zu einer großen ABC-Korrektur komme. Aber so weit sei man noch nicht. Dafür bedürfe es weitere Signale, wie beispielsweise den Bruch des Verlaufstiefs bei 140,257 JPY. (08.03.2024/alc/a/a)
Einerseits habe FED-Chef Powell mit seinen gestrigen Aussagen vor dem US-Senat signalisiert, dass ein Zins-Schwenk näher rücke, was den US-Dollar deutlich unter Druck gebracht habe. Andererseits deute sich in Japan eine Abkehr von der seit acht Jahren andauernden, ultralockeren Geldpolitik an. Die Signale für einen geldpolitischen Kurswechsel der Bank of Japan hätten dem Yen schließlich Auftrieb verliehen.
Die japanische Notenbank bereite den Markt langsam auf ein Ende der Nullzinspolitik vor. Der Grund dafür sei das starke Lohnwachstum, das die Inflation erneut antreiben könnte, nachdem die Teuerung im Januar auf 2,2% gesunken sei. Ein weiteres Indiz für einen erneuten Anstieg der Inflation seien die stark gestiegenen Verbraucherpreise im Großraum Tokio, die im Februar auf 2,6% im Jahresvergleich (vorher 1,8%) hinaufgeschnellt seien.
Hinzu komme, dass die FED einer Zinswende immer näherkomme. Laut dem FED-Chef Jerome Powell gewinne die US-Notenbank an Zuversicht, die sie für einen Beginn der geldpolitischen Lockerung brauche, dies habe er bei seinem gestrigen Auftritt vor dem US-Senat bestätigt. Powells Aussagen würden die Erwartungen an den Geldmärkten bestärken, dass eine erste Zinssenkung in den nächsten Monaten erfolgen könnte. Nach seinem gestrigen Auftritt habe der Dollar deutlich nachgegeben, wodurch sich der Abwärtsdruck beim USD/JPY erhöht habe.
Zwei Wochen lang habe sich der USD/JPY an dem Widerstand bei 150,750 JPY die Zähne ausgebissen. Für eine Rally-Fortsetzung habe es jedoch nicht gereicht. Stattdessen sei der Kurs mehrfach an der Barriere nach unten abgeprallt. Nach den gestrigen Aussagen vor Powell sei schließlich das Tief vom 29. Februar bei 149,217 JPY durchschlagen worden und die Abwärtsdynamik habe deutlich Fahrt aufgenommen. Der kräftige Pullback habe das Devisenpaar USD/JPY direkt bis an die 100-Tage-Linie (SMA) bei 147,536 JPY gedrückt. Hier habe der Kurs zunächst Halt gefunden, doch die Korrektur müsse an dieser Stelle noch nicht enden. Aus technischer Perspektive wäre noch Platz bis an den 200-Tage-Durchschnitt bei 147,004 bzw. bis an das 38,2% Retracement bei 146,82 JPY.
In diesem Bereich könnte es zu einer Gegenbewegung kommen. Das bullische Chartbild sei nach dem starken Abwärtsimpuls gekippt. Es deute sich demnach eine größere Korrektur an. Ein Bruch des lokalen Tiefs bei 145,893 JPY könnte das nächste Signal für weiter fallende Kurse liefern. Rücksetzer bis an das 61,8% Retracement bei 144,314 JPY würden dann immer wahrscheinlicher. Mittelfristig könnte sich sogar eine Korrektur bis 137,270 JPY ergeben, sollte sich herausstellen, dass es zu einer großen ABC-Korrektur komme. Aber so weit sei man noch nicht. Dafür bedürfe es weitere Signale, wie beispielsweise den Bruch des Verlaufstiefs bei 140,257 JPY. (08.03.2024/alc/a/a)


