Erweiterte Funktionen

Bank of Japan: Endgültiger Zinssatz ist entscheidend


31.07.24 14:21
Janus Henderson Investors

London (www.anleihencheck.de) - Die Bank of Japan (BoJ) kündigte eine Zinserhöhung um 15 Basispunkte auf 0,25% an - ein Niveau, das zuletzt vor 16 Jahren erreicht wurde, so Junichi Inoue, Head of Japanese Equities und Portfolio Manager bei Janus Henderson Investors.

Sie habe auch ihre Pläne für eine quantitative Straffung skizziert, um ihre Anteile an japanischen Staatsanleihen über einen Zeitraum von zwei Jahren um etwa 8% zu reduzieren.

In den letzten Jahren sei die Zentralbank extrem akkommodierend geblieben, obwohl der Verbraucherpreisindex über dem Zielwert von 2,0% gelegen habe. Infolgedessen habe der Markt darauf spekuliert, dass die BoJ die Geldpolitik nicht straffe. Die Befürchtung einer wirtschaftlichen Verlangsamung und die Belastung durch höhere Zinsen hätten dazu geführt, dass der Yen extrem niedrig notiert habe.

Die Experten würden glauben, dass die Auswirkungen der Zinserhöhung unter dem Strich positiv seien, da Privathaushalte Nettokreditgeber seien, während der Unternehmenssektor Finanzkosten in seinen Geschäftsstrategien berücksichtigen müsse. Dies werde nach Meinung der Experten zu besseren Unternehmensentscheidungen und höheren Renditen führen.

Dies wirke sich auch positiv auf den Aktienmarkt aus, da der Markt bisher eine Spanne von 130 bis 140 Yen pro US-Dollar für die Unternehmensbewertung zugrunde gelegt habe. Da die BoJ eine bessere Visibilität ihrer Geldpolitik biete, dürfte sich die Währung stabilisieren und die Stimmung unter den ausländischen Investoren verbessern.

Japan stehe erst am Anfang der Zinsnormalisierung. Die eigentliche Frage sei nicht die nach der nächsten Zinserhöhung, sondern die nach dem endgültigen Zinssatz. (31.07.2024/alc/a/a)