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Bank of England könnte Zinswende zeitnah vollziehen


12.04.24 11:08
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Nachdem das BIP Großbritanniens im Schlussquartal 2023 unerwartet deutlich um 0,3 Prozent zum Vorquartal gesunken war, legte es im Januar um 0,2 Prozent zum Vormonat zu, so die Analysten von Postbank Research.

Für Februar würden Analysten einen Anstieg um 0,1 Prozent erwarten. Am Arbeitsmarkt habe sich der Lohndruck mit einem Anstieg um 5,6 Prozent zum Vorjahr im Dezember (Vormonat 6,5 Prozent) spürbar abgeschwächt.

Der Gesamt-PMI sei im März marginal von 52,9 auf 52,8 Punkte gesunken. Der Dienstleistungssektor sei auf 53,1 Punkte (Vormonat 54,1) gefallen, der Industrie-PMI sei hingegen unerwartet von 47,5 auf 50,3 Punkte in den Expansionsbereich gestiegen.

Die Inflationsrate sei im Februar auf 3,5 Prozent gefallen und somit wie auch die Kerninflationsrate (4,5 Prozent) um 0,1 Prozentpunkte stärker als von Analysten im Schnitt erwartet.

Die BoE habe wie erwartet auf ihrer März-Sitzung die Leitzinsen bei 5,25 Prozent belassen. Via Overnight Index Swaps werde nun eine erste Zinssenkung bereits im Mai für möglich gehalten, aber erst für September voll eingepreist. Insgesamt würden bis zum Jahresende knapp drei Zinssenkungen a 25 Basispunkte eingepreist.

Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen (Gilts) seien im April im Sog des Renditeanstiegs der US-Pendants auf rund 4,20 Prozent geklettert. Sofern die Märkte die Geldpolitik der Bank of England korrekt einpreisen würden, dürften die Renditen der Gilts ungefähr bei 3,90 Prozent Ende September notieren. (Ausgabe Zinsbulletin April 2024) (12.04.2024/alc/a/a)