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Bank of England dürfte FED und EZB folgen


18.03.24 09:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Nachdem das BIP im Schlussquartal 2023 unerwartet deutlich um 0,3 Prozent zum Vorquartal gesunken war, legte es wie vom Analystenkonsens erwartet im Januar um 0,2 Prozent zum Vormonat zu, so die Analysten von Postbank Research.
Am Arbeitsmarkt habe sich der Lohndruck mit einem Anstieg um 5,6 Prozent zum Vorjahr im Dezember (Vormonat 6,5 Prozent) spürbar abgeschwächt.

Der Gesamt-PMI, der das Verarbeitende Gewerbe und auch den Dienstleistungssektor umfasse, sei im Februar von 52,5 auf 52,9 Punkte gestiegen. Der Dienstleistungssektor sei auf 54,1 Punkte (Vormonat 53,5) gestiegen, der Industrie-PMI von 47,0 auf 47,5 Punkte.

Die Inflationsrate habe im Januar ebenso unverändert bei 4,0 Prozent wie die Kerninflationsrate bei 5,1 Prozent verharrt.

Die BoE dürfte auf ihrer März-Sitzung die Leitzinsen bei 5,25 Prozent belassen. Via Overnight Index Swaps werde nun eine erste Zinssenkung im Sommer 2024 eingepreist - wahrscheinlich erst im August. Insgesamt würden an den Terminmärkten bis zum Jahresende nur noch drei Zinssenkungen a 25 Basispunkte eingepreist - weniger als bei EZB oder FED.

Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen (Gilts) seien im Februar von 3,75 auf rund 4,25 Prozent geklettert. Anfang Februar seien sie im Kielwasser der US-Anleihen zurück auf unter 4,00 Prozent gefallen. Sofern die Märkte die Geldpolitik der Bank of England korrekt einpreisen würden, dürften die Renditen der Gilts ungefähr auf dem aktuellen Niveau bei 3,95 Prozent Ende Juni bzw. 3,85 Prozent Ende Dezember 2024 notieren. (Zinsbulletin März 2024) (18.03.2024/alc/a/a)