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Bank of England behält Leitzins auf 16-Jahreshoch
15.05.24 09:25
SOLIT Gruppe
Wiesbaden (www.anleihencheck.de) - Die Bank of England (BoE) hat ihren Leitzins die sechste Sitzung in Folge bei 5,25% unverändert auf einem 16-Jahreshoch belassen, um den Lohn- und Preisdruck entgegenzuwirken, der Ende 2022 ein Vier-Jahres-Hoch erreicht hatte, so Markus Blaschzok, Chefanalyst der SOLIT Management GmbH.
Zwei der neun Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses, einschließlich des stellvertretenden Gouverneurs Dave Ramsden, hätten jedoch für eine sofortige Senkung auf 5% gestimmt. Der Rest des Ausschusses benötige jedoch noch mehr Beweise für eine gedämpfte Inflation. Aktuell erwarte der Markt eine erste Zinssenkung in den kommenden Monaten noch vor den Parlamentswahlen im Herbst.
Die BoE gehe davon aus, dass die Inflation in den nächsten Monaten in die Nähe ihres 2%-Ziels fallen werde oder dies bereits im April erreicht habe. Gegen Ende dieses Jahres erwarte man jedoch wieder einen Anstieg der Teuerung und erst in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres einen erneuten Rückgang. Erst Mitte 2026 sehe man die Inflationsrate wieder unter die 2%-Marke fallen. Der Markt erwarte eine erste Zinssenkung im August, gefolgt von zwei weiteren Senkungen bis Mitte 2025 und weiteren Senkungen auf 3,75% im zweiten Quartal 2027. Die Zentralbank habe ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr von 0,25% auf 0,5% und die Prognose für das nächste Jahr von 0,75% auf 1% angehoben. Sie habe die besseren Aussichten mit dem unerwartet hohen Bevölkerungswachstum begründet.
Im Gegensatz dazu hätten sowohl die Schweizer SNB als auch die schwedische Riksbank kürzlich ihre Zinssätze gesenkt, während die Europäische Zentralbank andeute, dass sie Anfang Juni die Zinsen senken werde. Die BoE sei optimistisch, dass sich die britische Wirtschaft von den wirtschaftlichen Schocks erhole, und habe ihre Wachstumsprognosen für dieses und nächstes Jahr angehoben.
Während die Wirtschaft in den USA in den letzten 18 Monaten rasch gewachsen sei, seien die Volkswirtschaften Großbritanniens und eines Großteils des übrigen Europas in oder nahe einer Rezession. Der Krieg in der Ukraine und die gestiegenen Energiepreise, der durch die Lockdowns induzierte Anstieg der Verbraucherpreise und die hohe Regulierung würgen hingegen die europäischen Volkswirtschaften sukzessive ab. Der US-Dollar dürfte sich daher in diesem Jahr stärker entwickeln als der Euro, der im weltweiten Handel zunehmend an Bedeutung verliere. Der Terminmarkt zeige, dass sich Spekulanten bereits für einen Einbruch des Euro positioniert hätten und diese in der Vergangenheit damit zumeist Recht behalten hätten. (Ausgabe vom 14.05.2024) (15.05.2024/alc/a/a)
Zwei der neun Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses, einschließlich des stellvertretenden Gouverneurs Dave Ramsden, hätten jedoch für eine sofortige Senkung auf 5% gestimmt. Der Rest des Ausschusses benötige jedoch noch mehr Beweise für eine gedämpfte Inflation. Aktuell erwarte der Markt eine erste Zinssenkung in den kommenden Monaten noch vor den Parlamentswahlen im Herbst.
Im Gegensatz dazu hätten sowohl die Schweizer SNB als auch die schwedische Riksbank kürzlich ihre Zinssätze gesenkt, während die Europäische Zentralbank andeute, dass sie Anfang Juni die Zinsen senken werde. Die BoE sei optimistisch, dass sich die britische Wirtschaft von den wirtschaftlichen Schocks erhole, und habe ihre Wachstumsprognosen für dieses und nächstes Jahr angehoben.
Während die Wirtschaft in den USA in den letzten 18 Monaten rasch gewachsen sei, seien die Volkswirtschaften Großbritanniens und eines Großteils des übrigen Europas in oder nahe einer Rezession. Der Krieg in der Ukraine und die gestiegenen Energiepreise, der durch die Lockdowns induzierte Anstieg der Verbraucherpreise und die hohe Regulierung würgen hingegen die europäischen Volkswirtschaften sukzessive ab. Der US-Dollar dürfte sich daher in diesem Jahr stärker entwickeln als der Euro, der im weltweiten Handel zunehmend an Bedeutung verliere. Der Terminmarkt zeige, dass sich Spekulanten bereits für einen Einbruch des Euro positioniert hätten und diese in der Vergangenheit damit zumeist Recht behalten hätten. (Ausgabe vom 14.05.2024) (15.05.2024/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


