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Bank of England: Zinssenkungen dürften behutsam weitergehen


18.09.24 10:06
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das BIP in Großbritannien stagnierte zwar im Juni, erfüllte aber mit einem Anstieg um 0,6 Prozent im zweiten Quartal nach einem starken Auftaktquartal (0,7 Prozent) erneut die Erwartungen, so die Analysten von Postbank Research.

Der Lohndruck habe zuletzt etwas abgenommen, aber im Juli mit einem Anstieg um 5,1 Prozent zum Vorjahr weiter auf erhöhtem Niveau verharrt.

Der Gesamt PMI sei im August von 52,8 auf 53,8 Punkte gestiegen. Der Dienstleistungssektor sei von 52,5 auf 53,7 Punkte geklettert, der Industrie PMI von 52,1 auf 52,5 Punkte, der Bau PMI sei jedoch auf 53,6 Punkte gesunken, alle Indices würden im Expansionsbereich bleiben.

Die Inflationsrate sei im Juli von 2,0 auf 2,2 Prozent gestiegen, die Kerninflationsrate sei hingegen von 3,5 auf 3,3 Prozent gesunken, die Dienstleistungsinflation von 5,7 auf 5,2 Prozent.

Die Einzelhandelsumsätze hätten sich in Juli im Rahmen der Prognosen entwickelt, die Nationalen Hauspreise unterhalb derselben.

Die Labour-Regierung sehe sich mit Finanzlücken konfrontiert.

Die Bank of England habe im August die Leitzinsen auf 5,00 Prozent gesenkt. Via Overnight Index Swaps würden aktuell je eine Zinssenkung für November und Dezember eingepreist.

Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen (Gilts) sei parallel zu denen ihrer US-Pendants seit Anfang September von 4,05 auf 3,75 Prozent gesunken. Auf Sicht von sechs Monaten könnten sie Aufwärtspotenzial bis 4,11 Prozent besitzen .(Zinsbulletin September 2024) (18.09.2024/alc/a/a)