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Bank of England: Wohl keine zusätzliche Leitzinssenkung
03.11.16 08:50
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Bank of England steht vor einer schwierigen Entscheidung, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Auf der einen Seite stehe mittelfristig aufgrund des "Brexit"-Votums vom Juni zu befürchten, dass es zu einer spürbaren Abschwächung der Wachstumsdynamik komme, auf der anderen Seite würden die Konjunkturdaten der letzten Wochen bisher kaum eine solche Entwicklung erkennen lassen. Stimmungsumfragen würden sich erholt zeigen und die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs habe im abgelaufenen 3. Quartal (BIP: 0,5% gg. Vq.) fast so stark zulegen können wie in den Quartalen zuvor.
Im August habe die britische Notenbank ein umfangreiches, expansives Maßnahmenpaket (Leitzinssenkung, Ausweitung Staatsanleihenkaufprogramm, Kauf von Unternehmensanleihen, "Term Funding Scheme") beschlossen, um den durch das Ergebnis des Urnengangs befürchteten, negativen wirtschaftlichen Auswirkungen entgegenzuwirken und in Aussicht gestellt, falls nötig weitere geldpolitische Schritte auf den Weg zu bringen.
Mit Blick auf das zuletzt solide BIP-Momentum und die spürbar erholten Sentimentwerte - der PMI für den Dienstleistungssektor sollte mit 52,1 Punkten im Oktober im expansiven Bereich verbleiben (September: 52,6) - würden die Analysten mittlerweile davon ausgehen, dass sich die Währungshüter heute mit knapper Mehrheit gegen eine erneute Ausweitung des Expansionsgrades der Geldpolitik aussprechen und die "Bank Rate" letztlich auch in den kommenden Monaten unverändert belassen würden. Dazu trage auch bei, dass die Inflation u. a. aufgrund der deutlichen Abwertung des Britischen Pfundes sowie der Basiseffekte in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise im September auf 1,0% gg. Vj. und damit auf den höchsten Stand seit Ende 2014 angestiegen sei.
Im zeitgleich zur Veröffentlichung anstehenden vierteljährlichen Inflationsbericht dürfte daher auch vor allem die Prognose für die Teuerung vor dem Hintergrund der neuerlichen Abwertung des handelsgewichteten Pfundkurses nach oben genommen werden. Für 2017 werde die Bank of England ihre Projektion wohl von 2,0% auf 2,2% anheben. Die Analysten würden indes noch von einem deutlich höheren durchschnittlichen Preisanstieg ausgehen (Prognose: 2,9%), was dazu beitragen dürfte, dass die Bank Rate auf absehbare Zeit nicht weiter reduziert werde.
In den USA sei der ISM-Index für den Dienstleistungssektor im September mit 57,1 Punkten auf den höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen. Die Stabilisierung bei den Exporten dürfte dazu ebenso beigetragen haben wie die generell verbesserte wirtschaftliche Lage im 3. Quartal. Im Oktober würden die Analysten mit einem leichten Rücksetzer auf 56,0 Punkte rechnen, dennoch würde damit weiterhin eine solide Expansion im Service-Sektor angezeigt. (03.11.2016/alc/a/a)
Auf der einen Seite stehe mittelfristig aufgrund des "Brexit"-Votums vom Juni zu befürchten, dass es zu einer spürbaren Abschwächung der Wachstumsdynamik komme, auf der anderen Seite würden die Konjunkturdaten der letzten Wochen bisher kaum eine solche Entwicklung erkennen lassen. Stimmungsumfragen würden sich erholt zeigen und die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs habe im abgelaufenen 3. Quartal (BIP: 0,5% gg. Vq.) fast so stark zulegen können wie in den Quartalen zuvor.
Mit Blick auf das zuletzt solide BIP-Momentum und die spürbar erholten Sentimentwerte - der PMI für den Dienstleistungssektor sollte mit 52,1 Punkten im Oktober im expansiven Bereich verbleiben (September: 52,6) - würden die Analysten mittlerweile davon ausgehen, dass sich die Währungshüter heute mit knapper Mehrheit gegen eine erneute Ausweitung des Expansionsgrades der Geldpolitik aussprechen und die "Bank Rate" letztlich auch in den kommenden Monaten unverändert belassen würden. Dazu trage auch bei, dass die Inflation u. a. aufgrund der deutlichen Abwertung des Britischen Pfundes sowie der Basiseffekte in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise im September auf 1,0% gg. Vj. und damit auf den höchsten Stand seit Ende 2014 angestiegen sei.
Im zeitgleich zur Veröffentlichung anstehenden vierteljährlichen Inflationsbericht dürfte daher auch vor allem die Prognose für die Teuerung vor dem Hintergrund der neuerlichen Abwertung des handelsgewichteten Pfundkurses nach oben genommen werden. Für 2017 werde die Bank of England ihre Projektion wohl von 2,0% auf 2,2% anheben. Die Analysten würden indes noch von einem deutlich höheren durchschnittlichen Preisanstieg ausgehen (Prognose: 2,9%), was dazu beitragen dürfte, dass die Bank Rate auf absehbare Zeit nicht weiter reduziert werde.
In den USA sei der ISM-Index für den Dienstleistungssektor im September mit 57,1 Punkten auf den höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen. Die Stabilisierung bei den Exporten dürfte dazu ebenso beigetragen haben wie die generell verbesserte wirtschaftliche Lage im 3. Quartal. Im Oktober würden die Analysten mit einem leichten Rücksetzer auf 56,0 Punkte rechnen, dennoch würde damit weiterhin eine solide Expansion im Service-Sektor angezeigt. (03.11.2016/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


