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Bank of England: Im Spagat zwischen Inflationsgefahren und Brexit-Risiken
15.12.16 16:40
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Das Monetary Policy Committee (MPC) der Bank of England (BoE) hat heute wie erwartet einstimmig beschlossen, die geldpolitische Ausrichtung im Vereinigten Königreich unverändert zu belassen, so die Analysten der Nord LB.
Die Bank Rate bleibe damit bei 0,25%, die Zielgrößen für die Aufstockung der im Rahmen der Asset Purchase Facility gehaltenen Staatsanleihenbestände und des Ankaufprogramms für Unternehmensanleihen würden weiterhin bei GBP 435 Mrd. bzw. GBP 10 Mrd. liegen.
Die Notenbank in London sei zuletzt mehr und mehr in einen schwierigen Spagat zwischen der Gewährleistung der Preisniveaustabilität und der Abfederung früher oder später eben doch drohender schädlicher Wirkungen des Brexit auf die wirtschaftliche Verfassung auf der Insel geraten. Im Umfeld der weiterhin unklaren Umsetzung und Ausgestaltung des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union zeige die wirtschaftliche Dynamik inzwischen einige Bremsspuren. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr sei die Beschäftigungsentwicklung zuletzt rückläufig gewesen, das Verbrauchervertrauen habe sich im November spürbar eingetrübt. Ausschlaggebend hierfür sei offenbar die Angst vieler Konsumenten vor steigenden Preisen und damit schwindender Kaufkraft gewesen.
In der Tat mache sich der zunehmende Preisauftrieb in Folge des schwachen Pfunds nicht nur auf den Vorstufen, sondern inzwischen auch bei den Lebenshaltungskosten bemerkbar. Die Inflationsrate bei den Verbraucherpreisen sei im November auf 1,2% Y/Y geklettert und werde nach den Analystenprognosen schon bald eine zwei vor dem Komma aufweisen. Das MPC habe allerdings heute darauf verwiesen, dass der zuletzt wieder etwas festere Wechselkurs des Pfund die Gefahren einer importierten Inflation ein wenig mildere. Gegenüber den Projektionen des im November veröffentlichten Inflation Report würden die Vorhersagen nun ein wenig zurückhaltender ausfallen. Die BoE sehe die Inflationsrate aber weiterhin ab der Jahresmitte 2017 und auch im Jahresverlauf 2018 oberhalb ihrer Zielgröße von 2% - sofern die Inselwährung nicht eben doch wieder deutlicher an Wert verliere. Die erste heutige Reaktion des Devisenmarkts sei allerdings genau in diese Richtung gegangen.
Die Londoner Notenbanker hätten in dieser Konstellation gar keine andere Wahl gehabt, als mit unverändertem Leitzins und Ankaufprogramm bis auf weiteres geradeaus zu fahren. Nach Auffassung der Analysten werde sich daran auf absehbare Zeit auch wenig ändern. Da sie sowohl die Inflationsraten etwas höher als auch die Konjunktur etwas schwächer einschätzen würden als die BoE, werde sich die Notenbank für ihren Spagat allerdings noch ein wenig mehr strecken müssen.
Governor Mark Carney habe sich nach der Sitzung auf den Weg nach Frankfurt zu seinen Kollegen von der EZB gemacht. Es dürfe erwartet werden, dass es bei dem Gespräch um die voraussichtlichen Implikationen des Brexit für Großbritannien und die Eurozone und in räumlich und inhaltlich etwas engerer Abgrenzung möglicherweise sogar um die Zukunft der Finanzplätze London und Frankfurt gehen werde.
Wie erwartet habe die Bank of England auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr keine Änderungen ihrer geldpolitischen Ausrichtung vorgenommen. Die Notenbank in London sei zuletzt mehr und mehr in einen schwierigen Spagat zwischen der Gewährleistung der Preisniveaustabilität und der Abfederung früher oder später eben doch drohender schädlicher Wirkungen des Brexit auf die wirtschaftliche Verfassung des Königreiches geraten. Sie habe damit gar keine andere Wahl gehabt, als mit unverändertem Leitzins und Ankaufprogramm bis auf weiteres geradeaus zu fahren. Nach Auffassung der Analysten der Nord LB wird sich daran auf absehbare Zeit auch wenig ändern. (15.12.2016/alc/a/a)
Die Bank Rate bleibe damit bei 0,25%, die Zielgrößen für die Aufstockung der im Rahmen der Asset Purchase Facility gehaltenen Staatsanleihenbestände und des Ankaufprogramms für Unternehmensanleihen würden weiterhin bei GBP 435 Mrd. bzw. GBP 10 Mrd. liegen.
Die Notenbank in London sei zuletzt mehr und mehr in einen schwierigen Spagat zwischen der Gewährleistung der Preisniveaustabilität und der Abfederung früher oder später eben doch drohender schädlicher Wirkungen des Brexit auf die wirtschaftliche Verfassung auf der Insel geraten. Im Umfeld der weiterhin unklaren Umsetzung und Ausgestaltung des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union zeige die wirtschaftliche Dynamik inzwischen einige Bremsspuren. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr sei die Beschäftigungsentwicklung zuletzt rückläufig gewesen, das Verbrauchervertrauen habe sich im November spürbar eingetrübt. Ausschlaggebend hierfür sei offenbar die Angst vieler Konsumenten vor steigenden Preisen und damit schwindender Kaufkraft gewesen.
Die Londoner Notenbanker hätten in dieser Konstellation gar keine andere Wahl gehabt, als mit unverändertem Leitzins und Ankaufprogramm bis auf weiteres geradeaus zu fahren. Nach Auffassung der Analysten werde sich daran auf absehbare Zeit auch wenig ändern. Da sie sowohl die Inflationsraten etwas höher als auch die Konjunktur etwas schwächer einschätzen würden als die BoE, werde sich die Notenbank für ihren Spagat allerdings noch ein wenig mehr strecken müssen.
Governor Mark Carney habe sich nach der Sitzung auf den Weg nach Frankfurt zu seinen Kollegen von der EZB gemacht. Es dürfe erwartet werden, dass es bei dem Gespräch um die voraussichtlichen Implikationen des Brexit für Großbritannien und die Eurozone und in räumlich und inhaltlich etwas engerer Abgrenzung möglicherweise sogar um die Zukunft der Finanzplätze London und Frankfurt gehen werde.
Wie erwartet habe die Bank of England auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr keine Änderungen ihrer geldpolitischen Ausrichtung vorgenommen. Die Notenbank in London sei zuletzt mehr und mehr in einen schwierigen Spagat zwischen der Gewährleistung der Preisniveaustabilität und der Abfederung früher oder später eben doch drohender schädlicher Wirkungen des Brexit auf die wirtschaftliche Verfassung des Königreiches geraten. Sie habe damit gar keine andere Wahl gehabt, als mit unverändertem Leitzins und Ankaufprogramm bis auf weiteres geradeaus zu fahren. Nach Auffassung der Analysten der Nord LB wird sich daran auf absehbare Zeit auch wenig ändern. (15.12.2016/alc/a/a)
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