Bank of England: Leitzins wie erwartet bei 0,25% belassen


16.12.16 12:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das FOMC hat auf seiner am Mittwochabend zu Ende gegangenen Sitzung den US-Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 0,50 bis 0,75% angehoben, so die Analysten von Postbank Research.

Das begleitende Statement zeige, dass insbesondere die verbesserte Einschätzung der wirtschaftlichen Lage die FOMC-Mitglieder zu ihrer Entscheidung bewogen habe. Ein möglicherweise positiver Einfluss der zukünftigen Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten habe hierbei keine Erwähnung gefunden. Die verbesserte Einschätzung spiegle sich auch in den Projektionen der FOMC-Mitglieder für die zukünftige Leitzinsentwicklung wider. Im Median würden nun drei statt bisher zwei Zinsschritte im kommenden Jahr erwartet.

Das Monetary Policy Committee (MPC) der Bank of England habe auf seiner gestrigen Sitzung den Leitzins wie erwartet bei 0,25% belassen. Auch würden die Ankäufe von Unternehmensanleihen sowie von Staatsanleihen planmäßig fortgesetzt. In allen Fällen sei die Entscheidung dabei einstimmig ausgefallen.

Der EWU-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe sei im Dezember von 53,7 auf 54,9 Punkte gestiegen. Getragen worden sei der Zuwachs dabei von ebenfalls kräftigen Anstiegen der Indices in Deutschland (+1,2 auf 55,5 Punkte) sowie Frankreich (+1,8 auf 53,5 Punkte), die auf ihren aktuellen Niveaus auf eine Belebung der Aktivitäten im Verarbeitenden Gewerbe hindeuten würden. Hingegen hätten die Serviceindices in der EWU und Deutschland die erwartete Gegenbewegung auf den vorherigen Anstieg gezeigt und auf 53,1 Punkte (-0,7) sowie 53,8 Punkte (-1,3) nachgegeben, während der französische Index auf 52,6 Punkte (+1,0) zugelegt habe.

Die US-Verbraucherpreise seien im November um 0,2% gegenüber dem Vormonat gestiegen, nachdem das Plus im Oktober noch 0,4% betragen habe. Auslöser für die Abschwächung der Preisdynamik seien dabei insbesondere die Energiepreise gewesen, die im Vormonatsvergleich nur noch um 1,2% (zuvor: +3,5%) zugelegt hätten, nachdem der Ölpreis zwischenzeitlich noch einmal gesunken sei. Dennoch hätten die Energiepreise damit um 1,1% über ihrem Niveau im entsprechenden Vorjahresmonat gelegen und hätten damit die Teuerungsrate weniger belastet als noch im Oktober. Diese sei von 1,6% auf 1,7% geklettert, wohingegen die Kerninflationsrate mit 2,1% auf ihrem Vormonatsniveau verharrt habe.

Heute würden die endgültigen Daten zu den EWU-Verbraucherpreisen im November bekannt gegeben, wobei Eurostat seine vorläufige Schätzung bestätigen sollte. D.h., das Preisniveau sollte gegenüber Oktober um 0,1% gesunken sein, während sich die Inflationsrate wohl von 0,5% auf 0,6% erhöht habe. Dabei dürfte die Energiekomponente die Preisentwicklung wieder etwas stärker gebremst haben, während sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln spürbar beschleunigt habe. Die Kerninflationsrate wiederum sollte wie im Vormonat bei 0,8% gelegen haben. (16.12.2016/alc/a/a)






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