Bank of England - Kommt die Leitzinssenkung oder kommt sie nicht?


29.01.20 10:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Brexit zum 31. Januar 2020 wurde im britischen Parlament endgültig beschlossen, so die Analysten von Postbank Research.

Viele Marktakteure würden ihren Blick jedoch bereits auf die im Anschluss beginnende, mit elf Monaten sehr knapp bemessene Übergangsphase bis Ende 2020 richten, innerhalb derer die Beziehungen zur EU neu geregelt werden müssten. Dies habe in Kombination mit schwachen Konjunkturdaten dazu geführt, dass der im August letzten Jahres begonnene Aufwertungstrend des Britischen Pfunds zum Euro zuletzt zum Erliegen gekommen sei.

Gleichzeitig hätten auch Spekulationen, ob die Bank of England die Konjunktur mit einer expansiveren Geldpolitik stützen werde, deutlich zugenommen. Die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinssenkung Ende Januar sei von acht Prozent zu Jahresbeginn zeitweise auf über 70 Prozent gestiegen.

Gute Arbeitsmarktdaten hätten nachfolgend für einen Rückgang der Wahrscheinlichkeit auf rund 55 Prozent gesorgt. Gleichwohl könnten diesbezügliche Diskussionen mit jeder geldpolitischen Sitzung der Bank of England, auf der die Währungshüter den Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent belassen würden, zunehmen.

Obwohl die Postbank nicht mit einer Zinssenkung rechne, da die Bank of England zunächst die weiteren Brexit-Entwicklungen abwarten dürfte, könnten alleine diesbezügliche Spekulationen das Pfund belasten. Auf Jahressicht dürfte der EUR/GBP-Wechselkurs (0,844; Stand: 28.01.2020) bei 0,89 liegen. (Ausgabe Februar 2020) (29.01.2020/alc/a/a)






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