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Bank of England: Keine Überraschung - kein Zeichen für die Zukunft
02.08.18 14:50
Aberdeen Standard Investment
London (www.anleihencheck.de) - Luke Bartholomew, Investment Strategist bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert die Zinserhöhung der Bank of England:
Das sei keine Überraschung. Die wirtschaftliche Lage habe der Bank of England gerade genug Anlass gegeben, um eine Zinsanhebung zu rechtfertigen. Aber niemand sollte sich zu sehr darauf freuen, dass die Entscheidung ein Zeichen für die Zukunft sei. Es sei kaum vorstellbar, dass die Bank of England in den nächsten Monaten weitere Zinserhöhungen folgen lassen werde, betrachte man die Risiken, die sich am Horizont abzeichnen würden. Das bedrohlichste Risiko sei dabei der Brexit. Die Bank of England gründe ihre Annahmen darauf, dass der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union reibungslos verlaufen werde. Und dies sei momentan eine recht gewagte Annahme. Die zweite große Unsicherheit in Großbritannien sei die chronisch schwache Produktivität, die schlussendlich bestimmen werde, wie schnell die Wirtschaft wachsen könne ohne die Inflation anzuheizen.
Die Einführung eines neutralen Realzinses sei eine sinnvolle Ergänzung zur Forward Guidance der Notenbank. Auch andere Zentralbanken würden ähnliche Instrumente nutzen, um die Investoren bei ihren Überlegungen zu unterstützen, wie sich die Zinssätze mittel- bis langfristig verändern könnten. Dies sollte die Botschaft verstärken, dass die Zinsen nur langsam ansteigen und sich wahrscheinlich auf einem niedrigeren Niveau einpendeln würden als wir es in der Vergangenheit für normal gehalten hätten. Für die Bank of England sei es ein kluger Schachzug, die Botschaft zu verstärken, dass der neutrale Zins kein Versprechen, sondern eine Orientierungshilfe darstelle. (02.08.2018/alc/a/a)
Das sei keine Überraschung. Die wirtschaftliche Lage habe der Bank of England gerade genug Anlass gegeben, um eine Zinsanhebung zu rechtfertigen. Aber niemand sollte sich zu sehr darauf freuen, dass die Entscheidung ein Zeichen für die Zukunft sei. Es sei kaum vorstellbar, dass die Bank of England in den nächsten Monaten weitere Zinserhöhungen folgen lassen werde, betrachte man die Risiken, die sich am Horizont abzeichnen würden. Das bedrohlichste Risiko sei dabei der Brexit. Die Bank of England gründe ihre Annahmen darauf, dass der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union reibungslos verlaufen werde. Und dies sei momentan eine recht gewagte Annahme. Die zweite große Unsicherheit in Großbritannien sei die chronisch schwache Produktivität, die schlussendlich bestimmen werde, wie schnell die Wirtschaft wachsen könne ohne die Inflation anzuheizen.
Die Einführung eines neutralen Realzinses sei eine sinnvolle Ergänzung zur Forward Guidance der Notenbank. Auch andere Zentralbanken würden ähnliche Instrumente nutzen, um die Investoren bei ihren Überlegungen zu unterstützen, wie sich die Zinssätze mittel- bis langfristig verändern könnten. Dies sollte die Botschaft verstärken, dass die Zinsen nur langsam ansteigen und sich wahrscheinlich auf einem niedrigeren Niveau einpendeln würden als wir es in der Vergangenheit für normal gehalten hätten. Für die Bank of England sei es ein kluger Schachzug, die Botschaft zu verstärken, dass der neutrale Zins kein Versprechen, sondern eine Orientierungshilfe darstelle. (02.08.2018/alc/a/a)


