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B.1.1.529 macht Anstieg der kurzfristigen US-Renditen zunichte
26.11.21 11:43
BlueBay Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Die von US-Präsident Joe Biden angekündigte zweite Amtszeit von FED-Chef Jerome Powell hat in den vergangenen Tagen zu einem Anstieg der kurzfristigen US-Renditen geführt, so Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management.
Durch die jüngsten Meldungen einer neuen Virusvariante in Südafrika, die sich offenbar schnell ausbreite, sei der Anstieg über Nacht an den von dünnem Geschäft geprägten Thanksgiving-Märkten wieder zunichte gemacht worden. Angesichts der nach wie vor robusten Wirtschaftsdaten und des verstärkten politischen Fokus auf die Inflation würden die Experten es für wahrscheinlich halten, dass die FED auf ihrer Dezember-Sitzung eine Beschleunigung des Taperings ankündigen werde.
Obwohl die Euro-Dollar-Futures für die Jahre 2022 und 2023 einen wesentlich steileren Zinspfad vorhersagen würden, als die FED-Ankündigungen suggerieren würden, scheinen die Märkte nicht daran zu glauben, dass die Zinsen längerfristig die 2-Prozent-Marke überschreiten könnten.
Die Experten würden jedoch bezweifeln, dass die Zinskurve noch viel flacher werden könne als bisher, und sie seien zuversichtlich, dass ein Anstieg der Renditen von den 10-jährigen US-Staatsanleihen angeführt werde. Die jüngsten Meldungen über das Auftauchen der neuen Covid-Variante B.1.1.529 könnten daran natürlich etwas ändern, aber zum jetzigen Zeitpunkt würden sich die Experten nicht in Mutmaßungen ergehen wollen.
Aktien selbst seien sehr langlaufende Anlagen. Daher sei es der Abzinsungssatz für künftige Cashflows aus dem langen Ende des Anleihemarktes, der den größten Einfluss auf Aktien haben sollte. Doch selbst in Zeiten, in denen von einem beschleunigten Tapering die Rede sei und die Prognosen auf drei Zinserhöhungen der FED in den Jahren 2022 und 2023 hinauslaufen würden, liege die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen immer noch rund 50 Basispunkte unter ihrem Höchststand von März 2021.
Vor diesem Hintergrund sei es verständlich, wenn Aktienanleger zuversichtlich bleiben würden. Sollten die langfristigen Anleiherenditen jedoch steigen, könnte dies das Risiko einer gebremsten Entwicklung von Aktien und einer Rotation von Wachstumsaktien zu Value-Aktien erhöhen. (26.11.2021/alc/a/a)
Durch die jüngsten Meldungen einer neuen Virusvariante in Südafrika, die sich offenbar schnell ausbreite, sei der Anstieg über Nacht an den von dünnem Geschäft geprägten Thanksgiving-Märkten wieder zunichte gemacht worden. Angesichts der nach wie vor robusten Wirtschaftsdaten und des verstärkten politischen Fokus auf die Inflation würden die Experten es für wahrscheinlich halten, dass die FED auf ihrer Dezember-Sitzung eine Beschleunigung des Taperings ankündigen werde.
Die Experten würden jedoch bezweifeln, dass die Zinskurve noch viel flacher werden könne als bisher, und sie seien zuversichtlich, dass ein Anstieg der Renditen von den 10-jährigen US-Staatsanleihen angeführt werde. Die jüngsten Meldungen über das Auftauchen der neuen Covid-Variante B.1.1.529 könnten daran natürlich etwas ändern, aber zum jetzigen Zeitpunkt würden sich die Experten nicht in Mutmaßungen ergehen wollen.
Aktien selbst seien sehr langlaufende Anlagen. Daher sei es der Abzinsungssatz für künftige Cashflows aus dem langen Ende des Anleihemarktes, der den größten Einfluss auf Aktien haben sollte. Doch selbst in Zeiten, in denen von einem beschleunigten Tapering die Rede sei und die Prognosen auf drei Zinserhöhungen der FED in den Jahren 2022 und 2023 hinauslaufen würden, liege die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen immer noch rund 50 Basispunkte unter ihrem Höchststand von März 2021.
Vor diesem Hintergrund sei es verständlich, wenn Aktienanleger zuversichtlich bleiben würden. Sollten die langfristigen Anleiherenditen jedoch steigen, könnte dies das Risiko einer gebremsten Entwicklung von Aktien und einer Rotation von Wachstumsaktien zu Value-Aktien erhöhen. (26.11.2021/alc/a/a)


