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BIZ warnt: Ära der Inflation droht!
07.04.22 10:30
Der Aktionär
Kulmbach (www.anleihencheck.de) - Gerät die Inflation aus dem Ruder oder kann die US-Notenbank mit ihren Zinsanhebungen gegensteuern? Diese Frage beschäftigt derzeit sicherlich nicht nur den Finanzmarkt, sondern praktisch jeden Bürger, so Markus Bußler vom Anlegermagazin "Der Aktionär".
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warne nun, dass sich die Inflation in absehbarer Zeit nicht normalisieren und dass die Welt Schwierigkeiten haben werde, sich an den neuen globalen Zinserhöhungszyklus anzupassen.
"Nachdem die Zentralbanken mehr als ein Jahrzehnt lang darum gekämpft haben, die Inflation auf das Zielniveau zu bringen, stehen sie jetzt vor dem gegenteiligen Problem", habe BIZ-Generaldirektor Agustín Carstens gesagt. "Wir stehen möglicherweise an der Schwelle zu einer neuen inflationären Ära. Die Zentralbanken müssen sich auf dieses neue Umfeld einstellen, nicht zuletzt indem sie die Leitzinsen auf ein angemesseneres Niveau anheben. Die Weltwirtschaft muss lernen, sich weniger auf eine expansive Geldpolitik zu verlassen." Ein wichtiges Thema sei der Rückzug der globalisierten Welt, die in den vergangenen Jahrzehnten einen großen Anteil an der Entstehung deflationärer Kräfte gehabt habe.
"Viele der Kräfte, die für die hohe Inflation verantwortlich waren, sind nach wie vor vorhanden, und neue sind im Entstehen. Es gibt bereits Anzeichen für verstärkte Preisüberschneidungen zwischen den Sektoren und zwischen Preisen und Löhnen, wie es in einem Umfeld hoher Inflation üblich ist", so Carstens. "Die strukturellen Faktoren, die die Inflation in den letzten Jahrzehnten niedrig gehalten haben, könnten mit dem Rückzug der Globalisierung schwinden." Dem Bericht zufolge bestehe die Gefahr, dass sich die Inflationserwartungen verfestigen würden und eine Lohn-Preis-Spirale entstehe.
Die Zentralbanken würden ihre Strategien ändern müssen, da sie die Volkswirtschaften nicht länger stimulieren könnten, ohne die Preise zu beeinflussen, so Carstens. "Dieser Wandel erfordert eine breitere Einsicht in der Politik, dass die Förderung eines widerstandsfähigen, langfristigen Wachstums nicht auf wiederholten makroökonomischen Impulsen beruhen kann, weder auf geld- noch auf fiskalpolitischen. Dies kann nur durch eine Strukturpolitik erreicht werden, die die Produktionskapazität der Wirtschaft stärkt", habe er erklärt.
Die Anpassung an Zinserhöhungen und höhere Zinssätze im Allgemeinen werde vielen Ländern nicht leichtfallen, v.a. angesichts der aktuellen Schuldenstände. Deshalb rate Carstens, die wirtschaftliche Wachstumsfähigkeit zu stärken. "Haushalte, Unternehmen, Finanzmärkte und Staaten haben sich zu sehr an niedrige Zinssätze und akkommodierende finanzielle Bedingungen gewöhnt. Es wird eine Herausforderung sein, den Übergang zu einem normaleren Niveau zu schaffen und dabei realistische Erwartungen an die Möglichkeiten der Geldpolitik zu setzen", habe Carstens gesagt. (07.04.2022/alc/a/a)
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warne nun, dass sich die Inflation in absehbarer Zeit nicht normalisieren und dass die Welt Schwierigkeiten haben werde, sich an den neuen globalen Zinserhöhungszyklus anzupassen.
"Viele der Kräfte, die für die hohe Inflation verantwortlich waren, sind nach wie vor vorhanden, und neue sind im Entstehen. Es gibt bereits Anzeichen für verstärkte Preisüberschneidungen zwischen den Sektoren und zwischen Preisen und Löhnen, wie es in einem Umfeld hoher Inflation üblich ist", so Carstens. "Die strukturellen Faktoren, die die Inflation in den letzten Jahrzehnten niedrig gehalten haben, könnten mit dem Rückzug der Globalisierung schwinden." Dem Bericht zufolge bestehe die Gefahr, dass sich die Inflationserwartungen verfestigen würden und eine Lohn-Preis-Spirale entstehe.
Die Zentralbanken würden ihre Strategien ändern müssen, da sie die Volkswirtschaften nicht länger stimulieren könnten, ohne die Preise zu beeinflussen, so Carstens. "Dieser Wandel erfordert eine breitere Einsicht in der Politik, dass die Förderung eines widerstandsfähigen, langfristigen Wachstums nicht auf wiederholten makroökonomischen Impulsen beruhen kann, weder auf geld- noch auf fiskalpolitischen. Dies kann nur durch eine Strukturpolitik erreicht werden, die die Produktionskapazität der Wirtschaft stärkt", habe er erklärt.
Die Anpassung an Zinserhöhungen und höhere Zinssätze im Allgemeinen werde vielen Ländern nicht leichtfallen, v.a. angesichts der aktuellen Schuldenstände. Deshalb rate Carstens, die wirtschaftliche Wachstumsfähigkeit zu stärken. "Haushalte, Unternehmen, Finanzmärkte und Staaten haben sich zu sehr an niedrige Zinssätze und akkommodierende finanzielle Bedingungen gewöhnt. Es wird eine Herausforderung sein, den Übergang zu einem normaleren Niveau zu schaffen und dabei realistische Erwartungen an die Möglichkeiten der Geldpolitik zu setzen", habe Carstens gesagt. (07.04.2022/alc/a/a)
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