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BIZ-Quartalsbericht warnt vor künftigen Marktturbulenzen bei Staatsanleihen
11.12.24 08:52
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Im gestern veröffentlichten Quartalsbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) wird vor künftigen, möglichen Marktturbulenzen bei Staatsanleihen gewarnt, so die Analysten der Nord LB.
Explizit würden die in letzter Zeit erhöhten Risikoaufschläge bei französischen Staatsanleihen genannt (der Renditeabstand zu deutschen Bunds sei zeitweise auf den höchsten Stand seit der Staatsschuldenkrise 2012 geklettert). Auswirkungen des BIZ-Statements auf den europäischen Rentenmarkt seien gestern Fehlanzeige gewesen. Renditen zehnjähriger deutscher Bunds hätten unverändert bei 2,12% gehandelt, französischer OATs bei 2,88% (+1bp).
Vor der EZB-Zinssitzung am Donnerstag habe das Statistische Bundesamt gestern seine Inflationsschätzung für den Monat November bestätigt (2,2% Anstieg gegenüber Vorjahresmonat - der höchste Wert seit Juli). ifo-Konjunkturchef Wollmershäuser erwarte für die kommenden Monate eine leicht anziehende Inflationsrate, die weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB liegen werde. Was sei der Grund? Basiseffekte und bspw. Sonderregeln wie der Anstieg des CO2-Preises, die Verteuerung des Deutschlandtickets sowie der privaten Krankenversicherung.
Am heutigen Mittwoch schließe sich mit den aktuellen Daten zu den Konsumentenpreisen im November in den USA langsam der makroökonomische Datenkranz für die FED-Sitzung in der kommenden Woche. Erklärtermaßen stehe hierbei die Kernrate weiter im Fokus der Währungshüter aus Washington. Bei diesem Datenpunkt zeichne sich derzeit keine ausschweifende Dynamik ab, die eine weitere "kleine" Zinssenkung durch das FOMC zum Jahresende 2024 vom Tisch wehen würde. Marktseitig sei diese immerhin bereits mit knapp 22bp schon nahezu vollumfänglich eingepreist. (11.12.2024/alc/a/a)
Explizit würden die in letzter Zeit erhöhten Risikoaufschläge bei französischen Staatsanleihen genannt (der Renditeabstand zu deutschen Bunds sei zeitweise auf den höchsten Stand seit der Staatsschuldenkrise 2012 geklettert). Auswirkungen des BIZ-Statements auf den europäischen Rentenmarkt seien gestern Fehlanzeige gewesen. Renditen zehnjähriger deutscher Bunds hätten unverändert bei 2,12% gehandelt, französischer OATs bei 2,88% (+1bp).
Vor der EZB-Zinssitzung am Donnerstag habe das Statistische Bundesamt gestern seine Inflationsschätzung für den Monat November bestätigt (2,2% Anstieg gegenüber Vorjahresmonat - der höchste Wert seit Juli). ifo-Konjunkturchef Wollmershäuser erwarte für die kommenden Monate eine leicht anziehende Inflationsrate, die weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB liegen werde. Was sei der Grund? Basiseffekte und bspw. Sonderregeln wie der Anstieg des CO2-Preises, die Verteuerung des Deutschlandtickets sowie der privaten Krankenversicherung.
Am heutigen Mittwoch schließe sich mit den aktuellen Daten zu den Konsumentenpreisen im November in den USA langsam der makroökonomische Datenkranz für die FED-Sitzung in der kommenden Woche. Erklärtermaßen stehe hierbei die Kernrate weiter im Fokus der Währungshüter aus Washington. Bei diesem Datenpunkt zeichne sich derzeit keine ausschweifende Dynamik ab, die eine weitere "kleine" Zinssenkung durch das FOMC zum Jahresende 2024 vom Tisch wehen würde. Marktseitig sei diese immerhin bereits mit knapp 22bp schon nahezu vollumfänglich eingepreist. (11.12.2024/alc/a/a)


