Erweiterte Funktionen
BIP und der Entwicklung langfristiger Anleiherenditen
03.06.13 10:52
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - Auf längere Sicht ist die Zuwachsrate des nominalen BIP ein guter Anhaltspunkt für das Niveau langfristiger risikofreier Renditen. In zahlreichen Ländern hat eine unorthodoxe Geldpolitik die Renditen unter die erwartete Zuwachsrate des nominalen BIP gedrückt, so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.
Für die Staatsschuldendynamik sei das günstig: Ein nominales Wachstum über den Finanzierungskosten trage zur Schuldenstabilität bei. Ungünstig sei diese Entwicklung indes für jene Investoren, die sich Portfoliozuwächse parallel zur Wirtschaftsleistung wünschen würden. Die jüngste Wachstumsprognose der OECD für die USA, Großbritannien und Deutschland laute auf Zuwachsraten des nominalen BIP von 4,8 Prozent, 3,3 Prozent bzw. 3,6 Prozent im kommenden Jahr. Eine "Normalisierung" der Renditen auf dieses Niveau würde voraussetzen, dass die zehnjährigen Renditen das aktuelle Niveau um 200 bis 300 Basispunkte übersteigen würden. Das entspreche in etwa dem Ausmaß der Anpassung, den die Anleiherenditen vollziehen müssten, wenn die quantitative Lockerung ende und ein geldpolitischer Richtungswechsel im Fokus stehe.
Bis dahin möge es noch ein paar Jahre hin sein, doch die Märkte würden sich an der Zukunft orientieren, und das sei der Grund für den Anstieg der Renditevolatilität. Es überrasche daher nicht, dass jene Segmente des Anleihemarktes mit der höchsten Sensitivität gegenüber steigenden Renditen im Mai am schlechtesten abgeschnitten hätten. Und am empfindlichsten würden Anleihen mit der längsten Duration reagieren, wie beispielsweise inflationsgeschützte Anleihen. Gleichzeitig hätten diejenigen Titel mit den höchsten Credit-Spreads und der geringsten Sensitivität gegenüber den Renditen tendenziell am besten abgeschnitten.
Die relative Stabilität Hochverzinslicher habe die seit Langem positive Haltung der Experten zu diesem Segment des Anleihemarktes bestätigt. So habe der Euro HY-Index im Mai leicht zugelegt. Gleichzeitig hätten der US- und der Euro-Hochzinsmarkt in diesem Jahr Renditen von insgesamt 4,5 Prozent abgeworfen. Auch die Tatsache, dass die Volatilität an den Aktienmärkten bislang nicht wesentlich angezogen habe, sei für die Hochzinsmärkte günstig. (03.06.2013/alc/a/a)
Für die Staatsschuldendynamik sei das günstig: Ein nominales Wachstum über den Finanzierungskosten trage zur Schuldenstabilität bei. Ungünstig sei diese Entwicklung indes für jene Investoren, die sich Portfoliozuwächse parallel zur Wirtschaftsleistung wünschen würden. Die jüngste Wachstumsprognose der OECD für die USA, Großbritannien und Deutschland laute auf Zuwachsraten des nominalen BIP von 4,8 Prozent, 3,3 Prozent bzw. 3,6 Prozent im kommenden Jahr. Eine "Normalisierung" der Renditen auf dieses Niveau würde voraussetzen, dass die zehnjährigen Renditen das aktuelle Niveau um 200 bis 300 Basispunkte übersteigen würden. Das entspreche in etwa dem Ausmaß der Anpassung, den die Anleiherenditen vollziehen müssten, wenn die quantitative Lockerung ende und ein geldpolitischer Richtungswechsel im Fokus stehe.
Bis dahin möge es noch ein paar Jahre hin sein, doch die Märkte würden sich an der Zukunft orientieren, und das sei der Grund für den Anstieg der Renditevolatilität. Es überrasche daher nicht, dass jene Segmente des Anleihemarktes mit der höchsten Sensitivität gegenüber steigenden Renditen im Mai am schlechtesten abgeschnitten hätten. Und am empfindlichsten würden Anleihen mit der längsten Duration reagieren, wie beispielsweise inflationsgeschützte Anleihen. Gleichzeitig hätten diejenigen Titel mit den höchsten Credit-Spreads und der geringsten Sensitivität gegenüber den Renditen tendenziell am besten abgeschnitten.
Die relative Stabilität Hochverzinslicher habe die seit Langem positive Haltung der Experten zu diesem Segment des Anleihemarktes bestätigt. So habe der Euro HY-Index im Mai leicht zugelegt. Gleichzeitig hätten der US- und der Euro-Hochzinsmarkt in diesem Jahr Renditen von insgesamt 4,5 Prozent abgeworfen. Auch die Tatsache, dass die Volatilität an den Aktienmärkten bislang nicht wesentlich angezogen habe, sei für die Hochzinsmärkte günstig. (03.06.2013/alc/a/a)


