Australien: Mehr als eine Leitzinssenkung vom Markt eingepreist


07.03.19 11:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Immobilienmarkt belastet weiterhin die australische Wirtschaft und damit auch den Australischen Dollar (AUD), so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Mit einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal sei das BIP deutlich langsamer gestiegen als von den meisten Volkswirten und der Reserve Bank of Australia erwartet worden sei. Gemeinsam mit dem bereits schwachen dritten Quartal ergebe sich daraus das langsamste Wachstum über sechs Monate seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. Das Investitionsvolumen in private Immobilien sei dabei gegenüber dem Vorquartal um 4,1 Prozent gefallen und habe damit deutlich auf der Konjunktur gelastet. Gemessen an den Baugenehmigungen, die im Februar fast 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen hätten, sei zu vermuten, dass der Immobiliensektor noch länger auf dem Wachstum lasten dürfte.

Einige Bank-Häuser hätten bereits auf die neuesten Zahlen reagiert und würden nun eine Absenkung der Leitzinsen in Australien erwarten, die sich sowieso bereits auf einem historischen Tief von 1,5 Prozent befänden. Der Markt sehe das gemessen an Terminkontrakten ähnlich und preise momentan mehr als eine Leitzinssenkung ein. Zudem werde am Optionsmarkt zunehmend von einer weiteren Abwertung des Australischen Dollar zum Euro ausgegangen, eine Absicherung gegen eine AUD-Abwertung zum Euro sei deutlich teurer als für eine Aufwertung. (07.03.2019/alc/a/a)




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