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Australien: Der Markt preist weitere Leitzinssenkung im Oktober mit Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent ein
25.07.19 11:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Anders als in Deutschland sind Auktionen bei Immobilienverkäufen in Australien sehr weit verbreitet, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Nicht nur sei der Anteil solcher Auktionen, die tatsächlich mit einem Verkauf geendet hätten, wieder angestiegen, auch die Immobilienpreise hätten zuletzt zulegen können. Beide Entwicklungen würden auf eine Stabilisierung des australischen Immobilienmarktes hindeuten. Im zweiten Quartal habe die Schwäche am Immobilienmarkt den Konsum der Haushalte noch belastet. Diesen Monat habe die Konsumentenstimmung erneut nachgegeben und sei unter den langfristigen Durchschnitt gefallen. Trotz der Stabilisierung am Immobilienmarkt dürften der private Konsum und das BIP-Wachstum nicht stark genug zulegen, um die Arbeitslosigkeit auf das von der Zentralbank angestrebte Niveau von 4,5 Prozent zu senken. Auch der von der Regierung geplante fiskalische Impuls würde alleine nicht ausreichen. Analysten würden davon ausgehen, dass die Regierung ohne begleitende geldpolitische Maßnahmen hierfür neue fiskale Stimuli im Umfang von 40 Milliarden US-Dollar beschließen müsste. Eine Lockerung der Geldpolitik werde daher wahrscheinlicher, der Markt preise eine weitere Leitzinssenkung im Oktober mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent ein. (25.07.2019/alc/a/a)
Nicht nur sei der Anteil solcher Auktionen, die tatsächlich mit einem Verkauf geendet hätten, wieder angestiegen, auch die Immobilienpreise hätten zuletzt zulegen können. Beide Entwicklungen würden auf eine Stabilisierung des australischen Immobilienmarktes hindeuten. Im zweiten Quartal habe die Schwäche am Immobilienmarkt den Konsum der Haushalte noch belastet. Diesen Monat habe die Konsumentenstimmung erneut nachgegeben und sei unter den langfristigen Durchschnitt gefallen. Trotz der Stabilisierung am Immobilienmarkt dürften der private Konsum und das BIP-Wachstum nicht stark genug zulegen, um die Arbeitslosigkeit auf das von der Zentralbank angestrebte Niveau von 4,5 Prozent zu senken. Auch der von der Regierung geplante fiskalische Impuls würde alleine nicht ausreichen. Analysten würden davon ausgehen, dass die Regierung ohne begleitende geldpolitische Maßnahmen hierfür neue fiskale Stimuli im Umfang von 40 Milliarden US-Dollar beschließen müsste. Eine Lockerung der Geldpolitik werde daher wahrscheinlicher, der Markt preise eine weitere Leitzinssenkung im Oktober mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent ein. (25.07.2019/alc/a/a)


