Australien: Leitzinssenkung und weitere Ankäufe von Staatsanleihen?


23.09.20 10:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der australische Immobilienmarkt leidet sehr unter einem Einbruch der Migrantenzahlen infolge der Coronavirus-Beschränkungen, so die Analysten von Postbank Research.

Die Regierung rechne mit einem Rückgang der Einwandererzahlen um 85 Prozent im Fiskaljahr 2021 (Juli 2020 bis Juni 2021). Das würde gegenüber 2019 einen Rückgang von 200.000 entsprechen und wäre der niedrigste Wert seit 1993. Dementsprechend dürfte auch das Bevölkerungswachstum in Australien stark nachlassen und 2020 gerade noch 0,7 Prozent betragen. In der Folge seien bereits im abgelaufenen Fiskaljahr die Wohnungsbaugenehmigungen auf nur noch 171.000 gesunken, ein Einbruch um fast 30 Prozent im Vergleich zum Spitzenwert im Jahr 2016. Angesichts der sinkenden Nachfrage könnten die Hauspreise in den kommenden zwölf Monaten deutlich nachgeben. Besserung sei erst in Sicht, wenn die Coronavirus-Beschränkungen aufgehoben beziehungsweise gelockert würden.

Unterdessen habe der stellvertretende Gouverneur der australischen Notenbank in einer Rede betont, dass die Währungshüter weitere geldpolitische Optionen prüfen würden, nachdem der Ausblick für Beschäftigung und Inflation nicht im Einklang mit den Zielen stehe. Dabei scheinen aus seiner Sicht eine Leitzinssenkung und weitere Ankäufe von Staatsanleihen die bevorzugte Wahl zu sein, so die Analysten von Postbank Research. Der Australische Dollar habe nach den Ausführungen des Notenbankers gegenüber dem Euro leicht nachgegeben. (23.09.2020/alc/a/a)




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