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Außerplanmäßige Leitzinssenkung in den USA
06.03.20 10:45
Börse Stuttgart
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Bereits am letzten Freitag hatte der amerikanische Notenbankchef Jerome Powell angekündigt, die Auswirkungen des Coronavirus auf die volkswirtschaftliche Entwicklung zu beobachten und falls notwendig, mit geldpolitischen Instrumenten zu reagieren, so die Börse Stuttgart.
Am Dienstag sei es soweit gewesen: Die FED habe den Leitzins um 0,5% in den Leitzinskorridor von 1,00% bis 1,25% gesenkt. Erstmals seit der Finanzkrise 2008 habe die FED die Leitzinsen damit außerhalb ihrer turnusmäßigen Notenbanksitzungen gesenkt. US-Präsident Trump habe via Twitter gemeldet, dass er sich weitere Zinssenkungen wünsche, da die USA mit Ländern konkurrieren würden, die einen Wettbewerbsvorteil durch niedrigere Zinsen hätten.
Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen seien erstmals unter die Marke von einem Prozentpunkt gefallen. Mitte Februar habe die Rendite noch bei über 1,5% gelegen. In unsicheren Zeiten würden die Marktteilnehmer die hochliquiden amerikanischen Staatsanleihen als sicheren Hafen präferieren. Die zehnjährigen Bundesanleihen hätten ihr Renditetief von -0,74% trotz der weltweit fallenden Zinsen von September 2019 nicht antasten können. Nach der Entscheidung der amerikanischen Notenbank stelle sich die Frage, wie sich die Europäische Zentralbank positioniere. EZB-Chefin Christine Lagarde habe in einem Statement ausrichten lassen, "entsprechend der Notwendigkeit und der zugrundeliegenden Risiken angemessene und gezielte Maßnahmen zu ergreifen."
Ob die EZB den Einlagenzinssatz für Geschäftsbanken, die sogenannte Einlagenfazilität, von -0,5% weiter senken werde, scheine gegenwärtig sehr fraglich. Verschiedene Mitglieder des EZB-Rates würden gegenwärtig noch keinen geldpolitischen Handlungsbedarf sehen, um auf die Auswirkungen des Coronavirus zu reagieren. Der österreichische Notenbankchef Robert Holzmann lehne eine Zinssenkung ab, ziehe aber eine Ausweitung der langfristigen Refinanzierungssätze (TLTRO III) für Geschäftsbanken als Möglichkeit in Betracht, um die Kreditvergabe zu unterstützen. (Bonds Weekly Ausgabe 8 vom 06.03.2020) (06.03.2020/alc/a/a)
Am Dienstag sei es soweit gewesen: Die FED habe den Leitzins um 0,5% in den Leitzinskorridor von 1,00% bis 1,25% gesenkt. Erstmals seit der Finanzkrise 2008 habe die FED die Leitzinsen damit außerhalb ihrer turnusmäßigen Notenbanksitzungen gesenkt. US-Präsident Trump habe via Twitter gemeldet, dass er sich weitere Zinssenkungen wünsche, da die USA mit Ländern konkurrieren würden, die einen Wettbewerbsvorteil durch niedrigere Zinsen hätten.
Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen seien erstmals unter die Marke von einem Prozentpunkt gefallen. Mitte Februar habe die Rendite noch bei über 1,5% gelegen. In unsicheren Zeiten würden die Marktteilnehmer die hochliquiden amerikanischen Staatsanleihen als sicheren Hafen präferieren. Die zehnjährigen Bundesanleihen hätten ihr Renditetief von -0,74% trotz der weltweit fallenden Zinsen von September 2019 nicht antasten können. Nach der Entscheidung der amerikanischen Notenbank stelle sich die Frage, wie sich die Europäische Zentralbank positioniere. EZB-Chefin Christine Lagarde habe in einem Statement ausrichten lassen, "entsprechend der Notwendigkeit und der zugrundeliegenden Risiken angemessene und gezielte Maßnahmen zu ergreifen."
Ob die EZB den Einlagenzinssatz für Geschäftsbanken, die sogenannte Einlagenfazilität, von -0,5% weiter senken werde, scheine gegenwärtig sehr fraglich. Verschiedene Mitglieder des EZB-Rates würden gegenwärtig noch keinen geldpolitischen Handlungsbedarf sehen, um auf die Auswirkungen des Coronavirus zu reagieren. Der österreichische Notenbankchef Robert Holzmann lehne eine Zinssenkung ab, ziehe aber eine Ausweitung der langfristigen Refinanzierungssätze (TLTRO III) für Geschäftsbanken als Möglichkeit in Betracht, um die Kreditvergabe zu unterstützen. (Bonds Weekly Ausgabe 8 vom 06.03.2020) (06.03.2020/alc/a/a)
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