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Ausmaß der US-Zinssenkungen entscheidend
19.06.19 12:50
XTB
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Eine Mischung aus Erwartungen an eine dovische FED sowie wiederbelebte Hoffnungen beim anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China verhalf der Wall Street am Dienstag zu deutlich höheren Kursen, so die Experten von XTB.
Erstere seien durch die gestern von EZB-Präsident Mario Draghi signalisierte Handlungsbereitschaft bekräftigt worden. Eine Zinssenkung könnte laut drei Beamten der Zentralbank als erste geldpolitische Veränderung erfolgen, um die Inflation anzukurbeln. "Die Markterwartungen für eine dovische Verlagerung sind fast universell, die einzige Frage scheint das Ausmaß zu sein", habe Blake Gwinn, Leiter der Front-End Rates bei NatWest Markets gesagt. Sollte die FED den hohen Erwartungen nicht nachkommen, könnte die Enttäuschung nach bereits viel eingepreistem Optimismus groß sein. Bis Juli werde eine vollständige Zinssenkung erwartet, während die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Anpassung bis Dezember bei 60% liege.
Des Weiteren habe US-Präsident Donald Trump für positive Nachrichten gesorgt, nachdem er über ein "sehr gutes" Telefonat mit Chinas Präsident Xi Jinping berichtet habe. Trump habe über ein "erweitertes Treffen" bei dem nächste Woche im japanischen Osaka anstehenden G20-Gipfel getwittert. "Unsere jeweiligen Teams werden vor unserem Treffen Gespräche aufnehmen", habe es geheißen. Der marktbreite S&P 500 habe gestern mit einem Anstieg von fast 1% weiter Kurs auf sein Allzeithoch aufgenommen. Der Leitindex Dow Jones und der technologische NASDAQ hätten mit Zuwächsen von jeweils knapp 1,4% outperformt. Die Märkte würden klar von Schlagzeilen getrieben, sodass abzuwarten bleibe, was die FED heute Abend (Zinsentscheid, 20:00 Uhr und Pressekonferenz, 20:30 Uhr) präsentiere und wie das Trump-Xi-Treffen (28. Und 29. Juni) verlaufe.
Weltweit schienen große Zentralbanken ihre Geldpolitik zu lockern, sodass Devisenhändler gespannt auf die nächsten Ankündigungen warten würden. Bei USD-gebundenen Währungspaaren sei nach dem heutigen Update der FED mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen. Der EUR/USD sei gestern durch die dovischen Kommentare von Draghi zurückgeworfen worden und notiere im heutigen frühen Handel etwas unterhalb der 1,12er-Marke. Seit Mitte April stecke das Paar in einer Konsolidierung zwischen 1,11 und 1,1320 fest, sodass heute ein Test der Ober- oder Unterseite erfolgen könnte. GBP/USD habe sich gestern wiederum von den jüngsten Rückgängen zu erholen versucht, nachdem das Paar nach gescheiterten Tests an der 1,2750er-Marke bis auf 1,2505 gefallen sei. Am Mittwochmorgen notiere das Paar bei 1,2554.
Die Stimmung bei den deutschen institutionellen Anlegern habe sich im Juni deutlich verschlechtert. Der gestern veröffentlichte Index zu den Konjunkturerwartungen habe mit einem Rückgang von -2,1 auf -21,1 Punkte deutlich die Erwartungen (-5,7 Punkte) verfehlt und sei auf den tiefsten Stand seit November 2018 gefallen. Bis auf die 3,1 Punkte im April seien seit April 2018 ausschließlich Werte im negativen Bereich zu beobachten gewesen. Anleger am deutschen Aktienmarkt hätten dieses Daten-Update ignoriert und sich mehr auf die Kommentare von Draghi konzentriert. Der DAX sei innerhalb eine Handelsspanne von 375 Punkten gehandelt worden und habe nahe seines Tageshochs geschlossen. Mit den Zuwächsen hätten die Bullen den Kurs wieder in den Aufwärtstrendkanal der Rally von 2019 bringen können. Die Jahreshochs seien in Reichweite, wobei technisch gesehen Korrekturbedarf bestehe. (19.06.2019/alc/a/a)
Erstere seien durch die gestern von EZB-Präsident Mario Draghi signalisierte Handlungsbereitschaft bekräftigt worden. Eine Zinssenkung könnte laut drei Beamten der Zentralbank als erste geldpolitische Veränderung erfolgen, um die Inflation anzukurbeln. "Die Markterwartungen für eine dovische Verlagerung sind fast universell, die einzige Frage scheint das Ausmaß zu sein", habe Blake Gwinn, Leiter der Front-End Rates bei NatWest Markets gesagt. Sollte die FED den hohen Erwartungen nicht nachkommen, könnte die Enttäuschung nach bereits viel eingepreistem Optimismus groß sein. Bis Juli werde eine vollständige Zinssenkung erwartet, während die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Anpassung bis Dezember bei 60% liege.
Weltweit schienen große Zentralbanken ihre Geldpolitik zu lockern, sodass Devisenhändler gespannt auf die nächsten Ankündigungen warten würden. Bei USD-gebundenen Währungspaaren sei nach dem heutigen Update der FED mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen. Der EUR/USD sei gestern durch die dovischen Kommentare von Draghi zurückgeworfen worden und notiere im heutigen frühen Handel etwas unterhalb der 1,12er-Marke. Seit Mitte April stecke das Paar in einer Konsolidierung zwischen 1,11 und 1,1320 fest, sodass heute ein Test der Ober- oder Unterseite erfolgen könnte. GBP/USD habe sich gestern wiederum von den jüngsten Rückgängen zu erholen versucht, nachdem das Paar nach gescheiterten Tests an der 1,2750er-Marke bis auf 1,2505 gefallen sei. Am Mittwochmorgen notiere das Paar bei 1,2554.
Die Stimmung bei den deutschen institutionellen Anlegern habe sich im Juni deutlich verschlechtert. Der gestern veröffentlichte Index zu den Konjunkturerwartungen habe mit einem Rückgang von -2,1 auf -21,1 Punkte deutlich die Erwartungen (-5,7 Punkte) verfehlt und sei auf den tiefsten Stand seit November 2018 gefallen. Bis auf die 3,1 Punkte im April seien seit April 2018 ausschließlich Werte im negativen Bereich zu beobachten gewesen. Anleger am deutschen Aktienmarkt hätten dieses Daten-Update ignoriert und sich mehr auf die Kommentare von Draghi konzentriert. Der DAX sei innerhalb eine Handelsspanne von 375 Punkten gehandelt worden und habe nahe seines Tageshochs geschlossen. Mit den Zuwächsen hätten die Bullen den Kurs wieder in den Aufwärtstrendkanal der Rally von 2019 bringen können. Die Jahreshochs seien in Reichweite, wobei technisch gesehen Korrekturbedarf bestehe. (19.06.2019/alc/a/a)


