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Ausblick auf Unternehmensanleihen: Attraktive Renditen trotz enger Spreads
15.12.25 12:00
Fisch Asset Management
Zürich (www.anleihencheck.de) - Unternehmensanleihen bleiben, laut Oliver Reinhard, Senior Portfolio Manager und Head Developed Markets bei Fisch Asset Management, auch 2026 ein renditestarker Portfoliobaustein - nicht zuletzt aufgrund ihrer fairen Bewertungen.
Anleger sollten aber wachsam sein, denn gerade die KI-Euphorie könnte aufgrund der hohen Emissionsvolumen belastend wirken.
Unternehmensanleihen blieben 2026 ein renditestarker Portfoliobaustein, da sie im Vergleich zu Staatsanleihen attraktiv bewertet seien und zugleich solide Fundamentaldaten aufwiesen.
Investment-Grade-Unternehmensanleihen böten trotz optisch enger Spreads eine faire Risikoentschädigung, wenn man die Entkopplung der Spreads von Staatsanleihen und die Entwicklung an den Swap-Märkten berücksichtige.
Die Qualität im IG-Segment habe zugenommen: Der Anteil höher gerateter A-Emittenten sei gestiegen, während BBB‑Titel den tiefsten Stand der letzten Jahre erreicht hätten. Zugleich zeigten sich Profitabilität, Margen und Nettoverschuldung insgesamt auf solidem Niveau.
IG-Anleihen profitierten von sehr günstigen Finanzierungsbedingungen, während High-Yield-Anleihen – insbesondere in den USA – von robustem Wachstum gestützt würden.
Das Renditeniveau sei in beiden Segmenten attraktiv: IG-Anleihen lägen bei rund 5 Prozent (in US-Dollar, hedged), im High-Yield-Bereich betrage die Yield-to-Worst knapp 7 Prozent, und für 2026 würden im HY-Segment Renditen von etwa 6 bis 8 Prozent erwartet.
Der starke KI-Investitionszyklus führe im IG-Bereich zu hohen Neuemissionen von schätzungsweise rund 1,5 Billionen US-Dollar in den nächsten fünf Jahren, was etwa 20 Prozent des Marktvolumens bis 2030 ausmachen könnte. Historisch sei ein solches Emissionsvolumen mit einem Renditeabschlag von etwa 15 bis 20 Basispunkten einhergegangen. Anleger sollten hier also wachsam bleiben, wenngleich die Markttechnik angesichts der soliden Nachfrage und der disziplinierten Kapitalallokation vieler Unternehmen als insgesamt robust einzuschätzen sei.
Im High-Yield-Segment stützten niedrige Ausfallraten, eine durchschnittliche Verschuldung von rund dem 4‑fachen EBITDA, ein Zinsdeckungsgrad von etwa dem 4,5‑fachen sowie der hohe Anteil von BB-Titeln und positive Mittelzuflüsse die Stabilität des Marktes.
Insgesamt spreche die Kombination aus gesunkener Zinsvolatilität, stabiler Nachfrage und verbesserten Kreditkennzahlen dafür, dass Unternehmensanleihen 2026 ein Kernbaustein für renditeorientierte Portfolios blieben – mit ausgewogenem Verhältnis von Risiko und Ertrag. (15.12.2025/alc/a/a)
Anleger sollten aber wachsam sein, denn gerade die KI-Euphorie könnte aufgrund der hohen Emissionsvolumen belastend wirken.
Unternehmensanleihen blieben 2026 ein renditestarker Portfoliobaustein, da sie im Vergleich zu Staatsanleihen attraktiv bewertet seien und zugleich solide Fundamentaldaten aufwiesen.
Investment-Grade-Unternehmensanleihen böten trotz optisch enger Spreads eine faire Risikoentschädigung, wenn man die Entkopplung der Spreads von Staatsanleihen und die Entwicklung an den Swap-Märkten berücksichtige.
IG-Anleihen profitierten von sehr günstigen Finanzierungsbedingungen, während High-Yield-Anleihen – insbesondere in den USA – von robustem Wachstum gestützt würden.
Das Renditeniveau sei in beiden Segmenten attraktiv: IG-Anleihen lägen bei rund 5 Prozent (in US-Dollar, hedged), im High-Yield-Bereich betrage die Yield-to-Worst knapp 7 Prozent, und für 2026 würden im HY-Segment Renditen von etwa 6 bis 8 Prozent erwartet.
Der starke KI-Investitionszyklus führe im IG-Bereich zu hohen Neuemissionen von schätzungsweise rund 1,5 Billionen US-Dollar in den nächsten fünf Jahren, was etwa 20 Prozent des Marktvolumens bis 2030 ausmachen könnte. Historisch sei ein solches Emissionsvolumen mit einem Renditeabschlag von etwa 15 bis 20 Basispunkten einhergegangen. Anleger sollten hier also wachsam bleiben, wenngleich die Markttechnik angesichts der soliden Nachfrage und der disziplinierten Kapitalallokation vieler Unternehmen als insgesamt robust einzuschätzen sei.
Im High-Yield-Segment stützten niedrige Ausfallraten, eine durchschnittliche Verschuldung von rund dem 4‑fachen EBITDA, ein Zinsdeckungsgrad von etwa dem 4,5‑fachen sowie der hohe Anteil von BB-Titeln und positive Mittelzuflüsse die Stabilität des Marktes.
Insgesamt spreche die Kombination aus gesunkener Zinsvolatilität, stabiler Nachfrage und verbesserten Kreditkennzahlen dafür, dass Unternehmensanleihen 2026 ein Kernbaustein für renditeorientierte Portfolios blieben – mit ausgewogenem Verhältnis von Risiko und Ertrag. (15.12.2025/alc/a/a)


