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Die Aufstockung des EZB-Notprogramms PEPP trifft auf große Unterstützung


05.06.20 12:45
Nordea Asset Management

Stockholm (www.anleihencheck.de) - Die Europäische Zentralbank traf mit ihrem um 600 Milliarden Euro aufgestockten Notprogramm PEPP auf breite Unterstützung, der Wirtschaftskonsens hatte bei 500 Milliarden Euro gelegen, so Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management.

Das Programm werde bis Juni 2021 verlängert, wobei die Coupons und Principals zumindest bis Ende 2022 reinvestiert werden müssten. Für 2021 werde ein Wachstum von 5,2 Prozent erwartet, 2022 sollten es 3,3 Prozent sein. Die EZB habe das von der Europäischen Kommission zunächst vorgeschlagene Paket von 750 Milliarden Euro begrüßt. Allerdings habe es entgegen der Experten-Erwartungen keine Diskussion über Kredite oder ihre Renditekontrolle gegeben. Hierbei handle es sich allerdings nicht um Staatsanleihen, weil dies sonst Italien einen Freifahrtsschein geben würde.

Die EZB habe eine Tür geöffnet, um einen Kompromiss mit dem deutschen Bundesverfassungsgericht zu erreichen. Die Wirksamkeit und der Kostenvorteil der Maßnahmen seien im Einklang mit dem Gedanken der Verhältnismäßigkeit geprüft worden. Dies könnte zu einer weiteren Überprüfung der Debatte zwischen dem Kauf von Staatsanleihen und Krediten führen. Vorerst wolle sich die EZB hier nicht festlegen. Die Folge des besser als erwarteten PEPP sei eine Rally für italienische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren von 15 Basispunkten, bei Griechenland seien es 12 Basispunkte. (05.06.2020/alc/a/a)