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Asia Fixed Income: Ausblick für die zweite Jahreshälfte ist sehr einfach
20.08.20 12:21
Lombard Odier IM
Genf (www.anleihencheck.de) - Unser Ausblick für die zweite Jahreshälfte ist sehr einfach: Ein kontinuierliches Erholen der Wirtschaft Asiens und in den Schwellenländern von ihrem Tiefstand im Q2 2020, einen Höchststand der Verschuldung durch Unternehmenskredite im zweiten Halbjahr 2020, gefolgt von einem Anstieg des operativen Cashflows bei den meisten Unternehmen im Jahr 2021, der zu einer Verringerung der Schulden im selben Jahr führt, so Dhiraj Bajaj, Head of Asian Credit and Lead Portfolio Manager bei Lombard Odier Investment Managers.
Die Experten seien der Meinung, dass besicherte Großkredite in zyklischen Branchen wie Seehäfen, Logistikmanagement, Petrochemie gut abschneiden würden. Sie könnten langfristig einen höheren Spread Carry aufweisen als eher defensive Branchen wie hochwertige Versorgungs- und Technologieunternehmen. Gleichzeitig würden sie Möglichkeiten zur Kompression der Spreads in den nächsten Quartalen bieten, wenn sich die Märkte erholen würden.
Das schwierige wirtschaftliche Umfeld habe zwei interessante Tendenzen hervorgerufen: Erstens scheine vor Covid-19 die Nachfrage nach festverzinslichen Krediten deutlich gestiegen zu sein, aufgrund struktureller Nullzinsen und der Geldpolitik der Zentralbank. Zweitens habe die Dispersion auf den Kreditmärkten zwischen den Risikosegmenten erheblich zugenommen. Beispielsweise würden in dem Anlageuniversum der Experten Kredite in US-Dollar mit BBB-Rating mit 3,2 Prozent gehandelt (YTD 0,2 Prozentpunkte enger), BBs mit 6 Prozent (YTD 0,4 Prozentpunkte breiter) und Bs mit 10,85 Prozent (YTD 2,5 Prozentpunkte breiter). Diese Dispersion sei sehr hoch und stelle eine Flucht in Qualität sowie die Erwartung höherer Herabstufungen und Ausfallraten dar.
Die Experten würden davon ausgehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzen werde und Schwellenländeranleihen mit Investment Grade gut behaupten dürften, in einem Marktumfeld mit geringer Volatilität, aufgrund des geringen Nettoemissionsangebots und des höheren relativen Werts im Vergleich zu US High Grade, der jetzt für eine Laufzeit von acht Jahren nur noch bei zwei Prozent liege. Innerhalb des High-Yield-Bereichs würden die Experten ein hohes idiosynkratisches Risiko erwarten, da sich die Ausfallraten auf dem höchsten Niveau seit mehreren Jahren befinden würden. Diese könnten aber 2021 wieder zurückgehen, da schwache Unternehmen nach und nach vom Markt verschwinden würden.
Es sei kontraintuitiv, dass die Kreditmärkte in der zweiten Hälfte dieses Jahres weniger volatil sein könnten, und dass die Spreads trotz anhaltender rezessiver Bedingungen weltweit gedrückt würden. Doch es deute alles darauf hin, dass dies der Fall sein könnte. (20.08.2020/alc/a/a)
Die Experten seien der Meinung, dass besicherte Großkredite in zyklischen Branchen wie Seehäfen, Logistikmanagement, Petrochemie gut abschneiden würden. Sie könnten langfristig einen höheren Spread Carry aufweisen als eher defensive Branchen wie hochwertige Versorgungs- und Technologieunternehmen. Gleichzeitig würden sie Möglichkeiten zur Kompression der Spreads in den nächsten Quartalen bieten, wenn sich die Märkte erholen würden.
Die Experten würden davon ausgehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzen werde und Schwellenländeranleihen mit Investment Grade gut behaupten dürften, in einem Marktumfeld mit geringer Volatilität, aufgrund des geringen Nettoemissionsangebots und des höheren relativen Werts im Vergleich zu US High Grade, der jetzt für eine Laufzeit von acht Jahren nur noch bei zwei Prozent liege. Innerhalb des High-Yield-Bereichs würden die Experten ein hohes idiosynkratisches Risiko erwarten, da sich die Ausfallraten auf dem höchsten Niveau seit mehreren Jahren befinden würden. Diese könnten aber 2021 wieder zurückgehen, da schwache Unternehmen nach und nach vom Markt verschwinden würden.
Es sei kontraintuitiv, dass die Kreditmärkte in der zweiten Hälfte dieses Jahres weniger volatil sein könnten, und dass die Spreads trotz anhaltender rezessiver Bedingungen weltweit gedrückt würden. Doch es deute alles darauf hin, dass dies der Fall sein könnte. (20.08.2020/alc/a/a)


