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Argentinischer Finanzmarkt zittert - FED belässt Leitzins unverändert
03.05.19 13:45
Börse Stuttgart
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Schlechte Nachrichten aus den Reihen des zweitgrößten südamerikanischen Staates: Ende April musste der Argentinische Peso gegenüber dem US-Dollar Verluste von zehn Prozent hinnehmen, auch die Börse musste einen Rückgang um 7 Prozent verkraften, so die Börse Stuttgart.
Was sei passiert? Ein halbes Jahr vor der Abgeordneten- und Präsidentenwahl habe eine Umfrage die ehemalige Präsidentin Cristina Kirchner acht Prozentpunkte vor Amtsinhaber Mauricio Macri gesehen- dabei habe diese noch nicht einmal ihre Kandidatur erklärt. Scheinbar habe allein die Vorstellung, dass eine erneute Präsidentschaft Kirchners bevorstehen könnte, Investoren derart abgeschreckt, dass die Kurse darunter gelitten hätten. Diese Furcht der Investoren liege in der 12-jährigen Amtszeit der Linkspopulisten Kirchner begründet, als die Wirtschaft von Seiten der Regierung an der kurzen Leine gehalten worden sei. Sei die Ausfallwahrscheinlichkeit einer argentinischen Anleihe in den nächsten fünf Jahren ohnehin schon von 23 Prozent im letzten Jahr auf nun 61 Prozent gestiegen, sei das Szenario einer erneuten Präsidentschaft Kirchners nun ein Grund mehr gewesen, aus dem dortigen Markt auszusteigen.
Dies vergrößere die Sorgen hinsichtlich der argentinischen Wirtschaft weiter, liege die Inflation doch bereits bei 55 Prozent, der Leitzins gar bei über 70 Prozent. Somit drohe Argentinien nicht nur ein weiteres, wirtschaftlich schweres Jahr der Rezession (2019: -1,2%, 2018: -2,5%), sondern auch ein politisch turbulentes.
FED belasse Leitzins unverändert oder, um den Worten der US-Notenbank im Anschluss an ihre zweitägige Zinssitzung zu folgen: Die FED gehe weiter geduldig vor. So bleibe es bei der derzeitigen Leitzinsspanne von 2,25 bis 2,5%. Lediglich der Zins auf Überschussreserven der Geschäftsbanken sinke um 0,05 Prozentpunkte auf 2,35%. Dies sei jedoch keineswegs als geldpolitische Lockerung der Notenbank zu verstehen, sondern schlicht als technische Maßnahme, da sich der Zins im Interbankenmarkt zuletzt mehr und mehr der Obergrenze des Leitzins-Korridors angenähert habe.
Damit zolle die FED der Entwicklung der Weltwirtschaft und den politischen Konflikten Tribut. Zwar habe sich Notenbank-Chef Powell etwas zuversichtlicher bezüglich Konjunkturerwartungen und Lösungen für die Handelsstreitigkeiten geäußert, habe zugleich aber die jetzige geldpolitische Ausrichtung bekräftigt.
Auch die Tatsache, dass sich die FED einerseits mit einer starken US-Binnenwirtschaft, andererseits mit einer schwächeren Weltkonjunktur sowie einer ungewöhnlich schwachen Inflation konfrontiert sehe, bestätige die Notenbank in ihrem Vorgehen. (03.05.2019/alc/a/a)
Was sei passiert? Ein halbes Jahr vor der Abgeordneten- und Präsidentenwahl habe eine Umfrage die ehemalige Präsidentin Cristina Kirchner acht Prozentpunkte vor Amtsinhaber Mauricio Macri gesehen- dabei habe diese noch nicht einmal ihre Kandidatur erklärt. Scheinbar habe allein die Vorstellung, dass eine erneute Präsidentschaft Kirchners bevorstehen könnte, Investoren derart abgeschreckt, dass die Kurse darunter gelitten hätten. Diese Furcht der Investoren liege in der 12-jährigen Amtszeit der Linkspopulisten Kirchner begründet, als die Wirtschaft von Seiten der Regierung an der kurzen Leine gehalten worden sei. Sei die Ausfallwahrscheinlichkeit einer argentinischen Anleihe in den nächsten fünf Jahren ohnehin schon von 23 Prozent im letzten Jahr auf nun 61 Prozent gestiegen, sei das Szenario einer erneuten Präsidentschaft Kirchners nun ein Grund mehr gewesen, aus dem dortigen Markt auszusteigen.
FED belasse Leitzins unverändert oder, um den Worten der US-Notenbank im Anschluss an ihre zweitägige Zinssitzung zu folgen: Die FED gehe weiter geduldig vor. So bleibe es bei der derzeitigen Leitzinsspanne von 2,25 bis 2,5%. Lediglich der Zins auf Überschussreserven der Geschäftsbanken sinke um 0,05 Prozentpunkte auf 2,35%. Dies sei jedoch keineswegs als geldpolitische Lockerung der Notenbank zu verstehen, sondern schlicht als technische Maßnahme, da sich der Zins im Interbankenmarkt zuletzt mehr und mehr der Obergrenze des Leitzins-Korridors angenähert habe.
Damit zolle die FED der Entwicklung der Weltwirtschaft und den politischen Konflikten Tribut. Zwar habe sich Notenbank-Chef Powell etwas zuversichtlicher bezüglich Konjunkturerwartungen und Lösungen für die Handelsstreitigkeiten geäußert, habe zugleich aber die jetzige geldpolitische Ausrichtung bekräftigt.
Auch die Tatsache, dass sich die FED einerseits mit einer starken US-Binnenwirtschaft, andererseits mit einer schwächeren Weltkonjunktur sowie einer ungewöhnlich schwachen Inflation konfrontiert sehe, bestätige die Notenbank in ihrem Vorgehen. (03.05.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


