Argentinien: Inflation scheint sich zu stabilisieren


13.06.19 12:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zwar schrumpfte das argentinische Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal nach ersten Schätzungen um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die April-Daten deuten jedoch auf eine leichte wirtschaftliche Verbesserung hin, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Nachdem die Industrieproduktion im März im Vergleich zum Vorjahr noch um 12,3 Prozent gesunken sei, habe sie im April um lediglich 7,5 Prozent nachgegeben. Auch der Rückgang im Baugewerbe sei mit 8,8 Prozent im April geringer ausgefallen als im Vormonat. Zudem scheine sich die Inflation zu stabilisieren: Im April sei das Preisniveau im Vormonatsvergleich um 3,4 Prozent gestiegen, nach 4,7 Prozent im März. Bei den heute erscheinenden Preisdaten für den Mai werde mit einem weiteren Rückgang auf 3,1 Prozent gerechnet. Ende des Jahres werde eine Inflationsrate in Höhe von 40 Prozent erwartet. Die damit einhergehende Stabilisierung der Inflationserwartungen wirke sich positiv auf den Peso aus und so zeige sich die argentinische Währung bereits seit Anfang Mai mit einem Verlust von zwei Prozent gegenüber dem Euro relativ stabil. Die leicht verbesserte wirtschaftliche Lage könnte zu einer weiteren Verlangsamung der Abwertung des Pesos in der zweiten Jahreshälfte führen. (13.06.2019/alc/a/a)