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Argentinien: Anleger sollten das Land auf ihrem Emerging Markets-Radar haben
14.05.12 12:13
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Nach Meinung des Analysten von Anleihencheck Research, Sven Krupp, befindet sich Argentinien weiter auf einem guten Weg zu einem lukrativen Emerging Markets-Emittent.
Gut zehn Jahre sei es nun her, als Argentinien in die Insolvenz gegangen sei. Es sei einer der größten Staatsbankrotts gewesen und mehr als 100 Mrd. USD Schulden hätten an die Gläubiger nicht mehr bedient werden können.
Nach einer mehrjährigen tiefen Rezession habe das Land unter dem "Kirchnerismo" ein eindrucksvolles Comeback hingelegt. So sei Argentiniens Wirtschaft seit 2002 im Schnitt um etwa 8% pro Jahr gewachsen und rund 94% aller infolge des Staatsbankrotts ausstehenden Verbindlichkeiten seit 2002 seien erfolgreich abgewickelt worden werden. Dennoch werde dem Land die Rückkehr an die Kapitalmärkte derzeit verwehrt, da noch Verbindlichkeiten gegenüber dem Pariser Club bestünden. Sollte die gute Wirtschaftsentwicklung aber anhalten, dürfte auch dieses Problem gelöst werden und Argentinien könnte wieder ein interessanter und lukrativer Emerging Markets-Emittent werden.
In 2011 sei Argentiniens Wirtschaft um etwa 6,5% gewachsen. Hier habe das Land von hohen Rohstoffpreisen und einer stabilen Nachfrage aus Brasilien profitiert. In 2012 dürfte sich das Wachstum jedoch auf unter 4% abschwächen, da der für die Wirtschaft wichtige Agrarsektor (mache rund 20% des Wirtschaftswachstums aus) unter einer Dürreperiode zu leiden habe. Zudem könne die argentinische Regierung die expansive Fiskalpolitik nicht uneingeschränkt fortsetzen, zumal auch weiterhin der Weg zu den Kapitalmärkten verwehrt werde. Somit sehe sich die Regierung um Cristina Fernández de Kirchner vielen Problemen gegenüber.
Da das Land aber über hohe fossile Energievorkommen verfüge, könnte der Rohstoffsektor mittelfristig eine größere Bedeutung spielen. Denn es werde vermutet, dass die bisher erschlossenen Öl- und Gasvorkommen nur noch für wenige Jahre den Eigenbedarf decken würden. Hier seien aber u.a. Investitionsanreize, auch für ausländische Unternehmen, erforderlich sowie Investitionen in die Energieversorgung und Infrastruktur.
Die argentinische Währung (Peso, kurz: ARS) habe sich in den letzten Jahren stabilisiert und es sei von Seiten der Zentralbank eine kontrollierte leichte Abwertung vorgenommen worden. So habe diese in 2011 bei 8% auf 4,304 USD/ARS gelegen. Für dieses Jahr rechne man mit einer weiteren Abwertung und Analysten würden von circa 10% ausgehen.
Mittelfristig befindet sich Argentinien nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research auf einem guten Weg zu einem lukrativen Emerging Markets-Emittent. Anleger sollten mit Engagements jedoch abwarten, bis Argentinien wieder die Pforten für den Kapitalmarkt geöffnet werden. (Analyse vom 14.05.2012) (14.05.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Gut zehn Jahre sei es nun her, als Argentinien in die Insolvenz gegangen sei. Es sei einer der größten Staatsbankrotts gewesen und mehr als 100 Mrd. USD Schulden hätten an die Gläubiger nicht mehr bedient werden können.
Nach einer mehrjährigen tiefen Rezession habe das Land unter dem "Kirchnerismo" ein eindrucksvolles Comeback hingelegt. So sei Argentiniens Wirtschaft seit 2002 im Schnitt um etwa 8% pro Jahr gewachsen und rund 94% aller infolge des Staatsbankrotts ausstehenden Verbindlichkeiten seit 2002 seien erfolgreich abgewickelt worden werden. Dennoch werde dem Land die Rückkehr an die Kapitalmärkte derzeit verwehrt, da noch Verbindlichkeiten gegenüber dem Pariser Club bestünden. Sollte die gute Wirtschaftsentwicklung aber anhalten, dürfte auch dieses Problem gelöst werden und Argentinien könnte wieder ein interessanter und lukrativer Emerging Markets-Emittent werden.
In 2011 sei Argentiniens Wirtschaft um etwa 6,5% gewachsen. Hier habe das Land von hohen Rohstoffpreisen und einer stabilen Nachfrage aus Brasilien profitiert. In 2012 dürfte sich das Wachstum jedoch auf unter 4% abschwächen, da der für die Wirtschaft wichtige Agrarsektor (mache rund 20% des Wirtschaftswachstums aus) unter einer Dürreperiode zu leiden habe. Zudem könne die argentinische Regierung die expansive Fiskalpolitik nicht uneingeschränkt fortsetzen, zumal auch weiterhin der Weg zu den Kapitalmärkten verwehrt werde. Somit sehe sich die Regierung um Cristina Fernández de Kirchner vielen Problemen gegenüber.
Die argentinische Währung (Peso, kurz: ARS) habe sich in den letzten Jahren stabilisiert und es sei von Seiten der Zentralbank eine kontrollierte leichte Abwertung vorgenommen worden. So habe diese in 2011 bei 8% auf 4,304 USD/ARS gelegen. Für dieses Jahr rechne man mit einer weiteren Abwertung und Analysten würden von circa 10% ausgehen.
Mittelfristig befindet sich Argentinien nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research auf einem guten Weg zu einem lukrativen Emerging Markets-Emittent. Anleger sollten mit Engagements jedoch abwarten, bis Argentinien wieder die Pforten für den Kapitalmarkt geöffnet werden. (Analyse vom 14.05.2012) (14.05.2012/alc/a/a)
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