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Anleiherenditen profitieren von möglicher Normalisierung durch Notenbanken
25.10.16 09:40
GAM
Berlin (www.anleihencheck.de) - Larry Hatheway, Group Head Multi Asset Portfolio Solutions und Chefökonom beim Asset Manager GAM, kommentiert die aktuelle Marktlage.
Nach einer guten Performance ab der Mitte des ersten Quartals bis zur Mitte des Jahres sei die Entwicklung an den globalen Aktienmärkten nunmehr etwas holprig. Steigende Anleiherenditen und die Bedenken über das politische Umfeld hätten die Erholung stagnieren, die Volatilität steigen lassen und die Unsicherheit unter den Aktienanlegern habe zugenommen. Unter der Oberfläche finde eine gewisse Rotation statt. Nach Meinung der Experten von GAM werden die Aktienkurse den Rest des Jahres allgemein seitwärts tendieren. Die Rotation dürfte sich jedoch fortsetzen.
Von diesem Trend dürften vor allem zyklische Werte und Schwellenmärkte profitieren. Bereiche des Aktienmarktes, die sich im Umfeld der niedrigen oder sinkenden Anleiherenditen gut entwickelt hätten, dürften aufgrund der gegenteiligen Entwicklung in den kommenden Monaten zurückfallen.
Die Anleiherenditen hätten Mitte 2016 einen Tiefpunkt erreicht und würden seither allgemein aufwärts tendieren. Den Impuls dafür habe die Bereitschaft der US-Notenbank gegeben, eine Normalisierung in Betracht zu ziehen. Dass der Leitzins bei der Sitzung Mitte Dezember angehoben wird, ist aus Sicht der Experten von GAM wahrscheinlich.
Ebenso wichtig seien Berichte zur Europäischen Zentralbank (EZB) gewesen, die den Umschwung auf eine neutralere Haltung in Erwägung ziehe. Dadurch verlagere sich der Fokus von der Aussicht auf weitere quantitative Lockerungsrunden zu einer Reduzierung ihrer Wertpapierkäufe im Jahr 2017. Die veränderte Haltung von sowohl der US-Notenbank als auch der EZB zugunsten einer Normalisierung dürfte die Anleiherenditen weiter in die Höhe treiben. Die Experten von GAM gehen davon aus, dass die Renditen vom aktuellen Niveau bis zum Ende des Jahres um weitere 10 bis 20 Basispunkte steigen werden.
Die Antwort der Experten auf diese Entwicklungen bestehe in einer Reduzierung der Duration festverzinslicher Anlagen in ihren Portfolios. Sie würden Instrumente bevorzugen, die sich ihrer Meinung nach in einem Umfeld steigender Zinsen positiv entwickeln würden - wie nachrangige Anleihen, hypothekenbesicherte Wertpapiere und Katastrophenanleihen. Innerhalb der Aktienallokationen würden die Experten von Anleiheersatzwerten und Aktien, die bei fallenden Zinsen gut abgeschnitten hätten, in zyklische Aktien und Schwellenländeraktien umschwenken. Bei den alternativen Anlagen würden sie nach Managern Ausschau halten, die in diesen Märkten Performance erzielen könnten, insbesondere Relative-Value- und Credit- sowie Long-Short-Strategien. (25.10.2016/alc/a/a)
Nach einer guten Performance ab der Mitte des ersten Quartals bis zur Mitte des Jahres sei die Entwicklung an den globalen Aktienmärkten nunmehr etwas holprig. Steigende Anleiherenditen und die Bedenken über das politische Umfeld hätten die Erholung stagnieren, die Volatilität steigen lassen und die Unsicherheit unter den Aktienanlegern habe zugenommen. Unter der Oberfläche finde eine gewisse Rotation statt. Nach Meinung der Experten von GAM werden die Aktienkurse den Rest des Jahres allgemein seitwärts tendieren. Die Rotation dürfte sich jedoch fortsetzen.
Die Anleiherenditen hätten Mitte 2016 einen Tiefpunkt erreicht und würden seither allgemein aufwärts tendieren. Den Impuls dafür habe die Bereitschaft der US-Notenbank gegeben, eine Normalisierung in Betracht zu ziehen. Dass der Leitzins bei der Sitzung Mitte Dezember angehoben wird, ist aus Sicht der Experten von GAM wahrscheinlich.
Ebenso wichtig seien Berichte zur Europäischen Zentralbank (EZB) gewesen, die den Umschwung auf eine neutralere Haltung in Erwägung ziehe. Dadurch verlagere sich der Fokus von der Aussicht auf weitere quantitative Lockerungsrunden zu einer Reduzierung ihrer Wertpapierkäufe im Jahr 2017. Die veränderte Haltung von sowohl der US-Notenbank als auch der EZB zugunsten einer Normalisierung dürfte die Anleiherenditen weiter in die Höhe treiben. Die Experten von GAM gehen davon aus, dass die Renditen vom aktuellen Niveau bis zum Ende des Jahres um weitere 10 bis 20 Basispunkte steigen werden.
Die Antwort der Experten auf diese Entwicklungen bestehe in einer Reduzierung der Duration festverzinslicher Anlagen in ihren Portfolios. Sie würden Instrumente bevorzugen, die sich ihrer Meinung nach in einem Umfeld steigender Zinsen positiv entwickeln würden - wie nachrangige Anleihen, hypothekenbesicherte Wertpapiere und Katastrophenanleihen. Innerhalb der Aktienallokationen würden die Experten von Anleiheersatzwerten und Aktien, die bei fallenden Zinsen gut abgeschnitten hätten, in zyklische Aktien und Schwellenländeraktien umschwenken. Bei den alternativen Anlagen würden sie nach Managern Ausschau halten, die in diesen Märkten Performance erzielen könnten, insbesondere Relative-Value- und Credit- sowie Long-Short-Strategien. (25.10.2016/alc/a/a)


