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Anleihenmärkte zum Mittag: Auftrieb durch Spaniens Finanzierungsprobleme
04.04.12 13:41
anleihencheck.de
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Die deutschen Anleihenmärkte hatten noch zu Sitzungsbeginn unter der Schwäche aufgrund der FED-Aussage, weitere geldpolitische Maßnahmen zur Lockerung nicht für erforderlich zu halten, solange sich die Wirtschaftslage nicht merklich verschlechtert, gelitten. Aber der bis zum Mittag um fast 1,9% zurückgehende deutsche Aktienmarkt und insbesondere der Misserfolg der spanischen Anleihenauktion, haben offensichtlich den deutschen Anleihemärkten auf die Sprünge geholfen. Hatte der Euro-Bund-Future zur Handelseröffnung noch mit -0,31% bei 137,86 Punkten gestanden, zeigte er sich am Mittag mit +0,15% auf 138,50 Punkten deutlich erholt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stellte sich auf 1,789%. Der Bobl Future (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) legte um +0,11% auf 124,19 Punkte zu. Der Schatz-Future (ISIN DE0009652669 / WKN 9652669) zeigte sich mit +0,03% auf 110,37 Punkte leicht verbessert.
Die Zahlen zur letzten Auktionen spanischer Anleihen scheinen die Investorenkritik an Spanien weiter zu stärken. Mit drei Anleihen hat sich Spanien zwar 2,59 Mrd. EUR beschafft, dabei aber die eigene Zielsetzung von 3,5 Mrd. EUR klar verfehlt. Zudem musste das spanische Schatzamt auch noch deutlich höhere Zinsen bieten. Hatte die Durchschnittsrendite der Dreijahreslaufzeit bei der vergleichbaren Versteigerung im März noch bei 2,44% gelegen, mussten jetzt 2,89% akzeptiert werden. Eklatanter war die Steigerung bei den vierjährigen Anleihen von 3,376% auf 4,319% ausgefallen. Im Zuge dieser enttäuschenden Daten haben Euro und Aktienmärkte nachgegeben und das Interesse an sicheren deutschen Staatstiteln ist offenbar deutlich gewachsen.
Der RDAX für Unternehmensanleihen (ISIN DE000A0C3743 / WKN A0C374) konnte sich dem leichteren Trend der Staatsbonds entziehen und stand unverändert bei 101,216 Punkten. Die im RDAX gefasste 5%ige Unternehmensanleihe (EO-MTN) (ISIN XS0353963225 / WKN A0SFWL) der Deutschen Börse AG lag mit -0,01% fast unverändert bei 103,78%. Damit erreicht das 1.000 EUR gestückelte und am 22.04.2013 zur Rückzahlung fällige Papier, eine Rendite von 1,34%. Die jetzt veröffentlichen abschließenden Zahlen für 2011 der Deutsche Börse AG haben den schon im Februar bekannt gegebenen Eckdaten entsprochen.
Das mitgeteilte Q4 2011-Nettoergebnis von 142 Mio. EUR hatte unter den Kosten in Zusammenhang mit dem untersagten Zusammenschluss mit der NYSE Euronext gelitten. Das EBIT hat sich auf 1,15 Mrd. EUR verbessert und der Dividendenvorschlag für 2011 lautet 3,30 EUR je Aktie. Neben den abschließenden Zahlen hat die Deutsche Börse AG auch die Prognose für 2012 abgegeben. Demnach soll das EBIT in einer Range von 1,20 bis 1,35 Mrd. EUR bei Umsatzerlösen von 2,35 bis 2,50 Mrd. EUR liegen.
Im Segment der Unternehmensanleihen hat der BondM-Index für in Euro denominierte Mittelstandsanleihen an der Börse Stuttgart zum Mittag seine negative Entwicklung des Vortages fortgesetzt und mit -0,40% auf 95,46 Punkten signifikant schwächer notiert. (04.04.2012/alc/a/a)
Die Zahlen zur letzten Auktionen spanischer Anleihen scheinen die Investorenkritik an Spanien weiter zu stärken. Mit drei Anleihen hat sich Spanien zwar 2,59 Mrd. EUR beschafft, dabei aber die eigene Zielsetzung von 3,5 Mrd. EUR klar verfehlt. Zudem musste das spanische Schatzamt auch noch deutlich höhere Zinsen bieten. Hatte die Durchschnittsrendite der Dreijahreslaufzeit bei der vergleichbaren Versteigerung im März noch bei 2,44% gelegen, mussten jetzt 2,89% akzeptiert werden. Eklatanter war die Steigerung bei den vierjährigen Anleihen von 3,376% auf 4,319% ausgefallen. Im Zuge dieser enttäuschenden Daten haben Euro und Aktienmärkte nachgegeben und das Interesse an sicheren deutschen Staatstiteln ist offenbar deutlich gewachsen.
Das mitgeteilte Q4 2011-Nettoergebnis von 142 Mio. EUR hatte unter den Kosten in Zusammenhang mit dem untersagten Zusammenschluss mit der NYSE Euronext gelitten. Das EBIT hat sich auf 1,15 Mrd. EUR verbessert und der Dividendenvorschlag für 2011 lautet 3,30 EUR je Aktie. Neben den abschließenden Zahlen hat die Deutsche Börse AG auch die Prognose für 2012 abgegeben. Demnach soll das EBIT in einer Range von 1,20 bis 1,35 Mrd. EUR bei Umsatzerlösen von 2,35 bis 2,50 Mrd. EUR liegen.
Im Segment der Unternehmensanleihen hat der BondM-Index für in Euro denominierte Mittelstandsanleihen an der Börse Stuttgart zum Mittag seine negative Entwicklung des Vortages fortgesetzt und mit -0,40% auf 95,46 Punkten signifikant schwächer notiert. (04.04.2012/alc/a/a)
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