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Anleihenmärkte: temporäre Entspannung
01.10.13 16:25
Bank J. Safra Sarasin AG
Basel (www.anleihencheck.de) - Die größte Überraschung im dritten Quartal war, dass die US-Notenbank nicht mit der Reduktion des Anleihenkaufprogramms, dem so genannten Tapering, begann, so die Analysten der Bank J. Safra Sarasin AG.
Dies habe zu einer temporären Entspannung an den Anleihenmärkten sowie zu neuen Höchstständen bei einigen Aktienindices geführt. Gehe die Aktienrally im vierten Quartal weiter, oder sollten sich die Anleger nun vorsichtiger positionieren?
Die Analysten würden erwarten, dass sich das robuste Wirtschaftswachstum in den USA fortsetzen werde, sodass die US-Notenbank mit dem Tapering beginnen könne. Die US-Notenbank werde aber gleichzeitig alles daran setzen, um die Zinserwartungen niedrig zu halten. Für die Euroland-Wirtschaft liege lediglich ein blutarmer Aufschwung drin. Vor diesem Hintergrund werde die Europäische Zentralbank ebenfalls darauf erpicht sein, die Zinserwartungen gedämpft zu halten, um den Aufschwung nicht zu gefährden.
Bessere globale Makroindikatoren seien hauptverantwortlich für die positive Einstellung der Analysten gegenüber Aktien. Die bessere wirtschaftliche Lage dürfte die Gewinnentwicklung auf globaler Ebene verbessern und so die höheren Bewertungen rechtfertigen und sogar weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen. Eine bessere globale Konjunktur und leicht steigende Zinsen dürften im vierten Quartal zu relativ besseren Aktienrenditen bei zyklischen Sektoren führen. Die zyklischen Sektoren Industrie und Technologie würden besonders von der erhöhten Investitionsaktivität profitieren.
Wie die aktuellen politischen Unsicherheiten in Italien belegen würden, könnten die Risikoprämien in der Euro-Peripherie noch einmal ansteigen, wenn im vierten Quartal die strukturellen Herausforderungen der Peripherie wieder stärker in den Vordergrund rücken würden. Einen allfälligen Rückschlag bei Peripherie-Anleihen würden die Analysten aber als Kaufgelegenheit einstufen.
In einer Welt tiefen Wachstums, tiefer Inflation und lockerer Geldpolitik würden die Analysten weiterhin Opportunitäten bei Unternehmensanleihen sehen. Allerdings würden die regionalen Renditen zunehmend divergieren und die unterschiedlichen Wachstumsaussichten widerspiegeln. In diesem Umfeld würden die europäischen Kreditmärkte weiterhin das beste Rendite/Risiko-Profil bieten.
Mit der Wende bei den globalen Frühindikatoren im dritten Quartal hätten die Analysten die Gewichtung von Aktien in ihren gemischten Portfolios stark aufgebaut. Die Analysten würden damit rechnen, dass die Aktienmärkte dank steigenden Gewinnschätzungen weiteres Potenzial hätten. Im Vergleich zu Aktien seien die meisten übrigen Anlageklassen uninteressant.
Innerhalb der Anleihen würden die Analysten das größte Potenzial in Schwellenländer-, Hochzins- und Wandelanleihen sehen. Die saisonalen Faktoren würden für ein gutes viertes Quartal für Aktien sprechen, doch das bevorstehende Tapering der US-Notenbank dürfte das Renditepotenzial bei den übrigen Anlageklassen und somit für ein gemischtes Portfolio limitieren. (01.10.2013/alc/a/a)
Dies habe zu einer temporären Entspannung an den Anleihenmärkten sowie zu neuen Höchstständen bei einigen Aktienindices geführt. Gehe die Aktienrally im vierten Quartal weiter, oder sollten sich die Anleger nun vorsichtiger positionieren?
Die Analysten würden erwarten, dass sich das robuste Wirtschaftswachstum in den USA fortsetzen werde, sodass die US-Notenbank mit dem Tapering beginnen könne. Die US-Notenbank werde aber gleichzeitig alles daran setzen, um die Zinserwartungen niedrig zu halten. Für die Euroland-Wirtschaft liege lediglich ein blutarmer Aufschwung drin. Vor diesem Hintergrund werde die Europäische Zentralbank ebenfalls darauf erpicht sein, die Zinserwartungen gedämpft zu halten, um den Aufschwung nicht zu gefährden.
Wie die aktuellen politischen Unsicherheiten in Italien belegen würden, könnten die Risikoprämien in der Euro-Peripherie noch einmal ansteigen, wenn im vierten Quartal die strukturellen Herausforderungen der Peripherie wieder stärker in den Vordergrund rücken würden. Einen allfälligen Rückschlag bei Peripherie-Anleihen würden die Analysten aber als Kaufgelegenheit einstufen.
In einer Welt tiefen Wachstums, tiefer Inflation und lockerer Geldpolitik würden die Analysten weiterhin Opportunitäten bei Unternehmensanleihen sehen. Allerdings würden die regionalen Renditen zunehmend divergieren und die unterschiedlichen Wachstumsaussichten widerspiegeln. In diesem Umfeld würden die europäischen Kreditmärkte weiterhin das beste Rendite/Risiko-Profil bieten.
Mit der Wende bei den globalen Frühindikatoren im dritten Quartal hätten die Analysten die Gewichtung von Aktien in ihren gemischten Portfolios stark aufgebaut. Die Analysten würden damit rechnen, dass die Aktienmärkte dank steigenden Gewinnschätzungen weiteres Potenzial hätten. Im Vergleich zu Aktien seien die meisten übrigen Anlageklassen uninteressant.
Innerhalb der Anleihen würden die Analysten das größte Potenzial in Schwellenländer-, Hochzins- und Wandelanleihen sehen. Die saisonalen Faktoren würden für ein gutes viertes Quartal für Aktien sprechen, doch das bevorstehende Tapering der US-Notenbank dürfte das Renditepotenzial bei den übrigen Anlageklassen und somit für ein gemischtes Portfolio limitieren. (01.10.2013/alc/a/a)


