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Anleihenmärkte am Mittag: Rebound für deutsche Staatstitel
23.04.12 12:59
anleihencheck.de
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Zum Mittag sind deutsche Staatsanleihen gesucht wie lange nicht. Der Euro-Bund-Future markierte zum Mittag bei 140,89 Punkten ein Plus von 0,36%. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stellte sich auf gut 1,67%. Der Bobl Future (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) lag um +0,20% fester auf 125,09 Punkten. Der Schatz-Future (ISIN DE0009652669 / WKN 9652669) schloss sich nicht aus und notierte bei 110,53 Punkten oder um 0,04% besser. Offensichtlich ist die Ursache für den Rebound deutscher Anleihen in den Unsicherheiten über die weitere politische Entwicklung in Europa zu suchen.
Zum einen hat der Ausgang des ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahlen, bei dem der Sozialist Francois Hollande die meisten Stimmen bekam, für deutliche Aufschläge bei als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen gesorgt, zumal es bei französischen Staatsanleihen zur Ausweitung der Zinssätze kam. Zudem hat Hollande angekündigt, im Falle eines Wahlsieges den europäischen Fiskalpakt neu verhandeln zu wollen. Weiter Belastungen dürften auch von dem bevorstehenden Aus der niederländischen Regierung kommen, das Ergebnis von Streitigkeiten um ein Sparpaket sein könnte.
Die Bewegung an den Rentenmärkten ist wohl auch von der einhergehenden Schwäche der Aktienbörsen unterstützt worden, wo der DAX zum Mittag bei rund 6.578 Punkten 2,54% nachgegeben hat. Dieser Rückgang ist enttäuschenden konjunkturellen Rahmendaten geschuldet, wonach die Einkaufsmanagerindices zur Überraschung der Marktteilnehmer im April weiter nachgegeben haben.
Auch der RDAX für Unternehmensanleihen (ISIN DE000A0C3743 / WKN A0C374) konnte von der Bewegung profitieren und legte um +0,09% auf 101,244 Punkte zu. Die im RDAX gefasste 4%ige Unternehmensanleihe (MTN) (ISIN DE000CZ302M3 / WKN CZ302M) der der Commerzbank legte zum Mittag kräftig um +0,45% auf 102% zu. Damit erreicht das mit einem Moody's-Anleiherating von "A2" versehene und am 16.09.2020 zur Rückzahlung fällige Papier, eine Rendite von 3,72%. Die Commerzbank teilte am Donnerstag mit, dass sie das bislang größte Schuldscheindarlehen dieses Jahres arrangiert hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, platzierte die Bank für die Axel Springer AG gemeinsam mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und der UniCredit Bank AG erfolgreich ein Schuldscheindarlehen in mehreren Tranchen über insgesamt 500 Mio. Euro.
Im Rahmen der Platzierung wurde der Schuldschein mit einer Laufzeit von vier und sechs Jahren sowohl in fester als auch in variabler Verzinsung angeboten. Aufgrund starker Nachfrage von Investoren war die Transaktion deutlich überzeichnet, so dass das ursprünglich geplante Volumen von 300 Mio. Euro auf 500 Mio. Euro aufgestockt wurde. Der Spread beider Tranchen wurde am unteren Ende der Vermarktungsspanne festgelegt. Beide Laufzeiten waren gleichermaßen nachgefragt. Die Platzierung erfolgte bei ca. 120 Investoren, meist Sparkassen, Privatbanken und Landesbanken aus Deutschland, hieß es.
Im Segment der Unternehmensanleihen hat sich der BondM-Index für in Euro denominierte Mittelstandsanleihen an der Börse Stuttgart zum Mittag erneut gegenläufig zum RDAX entwickelt und um -0,07% auf 94,73% leichter tendiert. (23.04.2012/alc/a/a)
Zum einen hat der Ausgang des ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahlen, bei dem der Sozialist Francois Hollande die meisten Stimmen bekam, für deutliche Aufschläge bei als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen gesorgt, zumal es bei französischen Staatsanleihen zur Ausweitung der Zinssätze kam. Zudem hat Hollande angekündigt, im Falle eines Wahlsieges den europäischen Fiskalpakt neu verhandeln zu wollen. Weiter Belastungen dürften auch von dem bevorstehenden Aus der niederländischen Regierung kommen, das Ergebnis von Streitigkeiten um ein Sparpaket sein könnte.
Auch der RDAX für Unternehmensanleihen (ISIN DE000A0C3743 / WKN A0C374) konnte von der Bewegung profitieren und legte um +0,09% auf 101,244 Punkte zu. Die im RDAX gefasste 4%ige Unternehmensanleihe (MTN) (ISIN DE000CZ302M3 / WKN CZ302M) der der Commerzbank legte zum Mittag kräftig um +0,45% auf 102% zu. Damit erreicht das mit einem Moody's-Anleiherating von "A2" versehene und am 16.09.2020 zur Rückzahlung fällige Papier, eine Rendite von 3,72%. Die Commerzbank teilte am Donnerstag mit, dass sie das bislang größte Schuldscheindarlehen dieses Jahres arrangiert hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, platzierte die Bank für die Axel Springer AG gemeinsam mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und der UniCredit Bank AG erfolgreich ein Schuldscheindarlehen in mehreren Tranchen über insgesamt 500 Mio. Euro.
Im Rahmen der Platzierung wurde der Schuldschein mit einer Laufzeit von vier und sechs Jahren sowohl in fester als auch in variabler Verzinsung angeboten. Aufgrund starker Nachfrage von Investoren war die Transaktion deutlich überzeichnet, so dass das ursprünglich geplante Volumen von 300 Mio. Euro auf 500 Mio. Euro aufgestockt wurde. Der Spread beider Tranchen wurde am unteren Ende der Vermarktungsspanne festgelegt. Beide Laufzeiten waren gleichermaßen nachgefragt. Die Platzierung erfolgte bei ca. 120 Investoren, meist Sparkassen, Privatbanken und Landesbanken aus Deutschland, hieß es.
Im Segment der Unternehmensanleihen hat sich der BondM-Index für in Euro denominierte Mittelstandsanleihen an der Börse Stuttgart zum Mittag erneut gegenläufig zum RDAX entwickelt und um -0,07% auf 94,73% leichter tendiert. (23.04.2012/alc/a/a)
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