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Anleihen unter Druck


16.08.24 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Da sich die Wahrscheinlichkeit einer allzu drastischen Zinssenkung durch die US-Notenbank verringerte, gerieten Anleihen unter Druck, so die Analysten der Nord LB.

Entsprechend seien die Renditen von US-Bonds und deutschen Bundesanleihen gestiegen.

Im Berichtsmonat Juli habe sich bei den US-Einzelhandelsumsätzen ein kräftiger Zuwachs um 1,0% M/M gezeigt. Starke Absatzzahlen in den Automobilhäusern hätten sicherlich geholfen. Hier müsse wohl schon von einem verzerrenden Sondereffekt gesprochen werden. Dennoch seien die aktuellen Angaben zum Konsumverhalten der privaten Haushalte in den USA grundsätzlich erfreulich. Sie würden daher doch recht klar gegen sehr offensive Zinssenkungen durch die FED sprechen.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sei in der vergangenen Woche überraschend um 7.000 auf 227.000 gesunken. Volkswirte hätten im Schnitt mit 235.000 Anträgen gerechnet.

Heute werde auf aktuelle Zahlen vom US-Immobilienmarkt zu achten sein. Die vorläufigen Angaben zum Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan könnten ebenfalls von Interesse sein. Auch im Rahmen dieser Konsumentenbefragung würden Daten zu den Inflationserwartungen der privaten Haushalte erhoben. Diese scheinen sich derzeit knapp unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 3% zu stabilisieren, was eine gute Nachricht für die Notenbank in Washington wäre. Zudem spreche noch Austen Goolsbee von der Chicago FED. (16.08.2024/alc/a/a)