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Anleihen sollten nach der französischen Präsidentschaftswahl steigen


08.05.17 14:00
GAM

Berlin (www.anleihencheck.de) - Emmanuel Macron hat die französische Präsidentschaftswahl mit einem höheren Vorsprung gewonnen als erwartet, so Larry Hatheway, Group Chief Economist und Head of GAM Investment Solutions.

Allerdings habe die Wahlbeteiligung unter den Werten der vergangenen Jahrzehnte gelegen.

Wie schon nach der ersten Wahlrunde in Frankreich vor zwei Wochen sollte dieses Wahlresultat den Märkten kurzfristig einen Schub verleihen. Aktien, Anleihen und der Euro sollten dabei generell steigen, während Absicherungen in Form von Yen- und Gold-Positionen eher fallen könnten.

Nach den ersten Bewegungen in den Märkten werden wir wahrscheinlich wieder in den Rhythmus der vorherigen Wochen fallen, das heißt eine Rückkehr zu einer gemäßigteren Performance bei den Aktienindices sowie einer stärkeren Differenzierung auf Sektoren- und Einzeltitelebene, so die Experten von GAM.

Nun da die französischen Wahlen vorüber seien und man in der vorherigen Woche die Veröffentlichung wichtiger US-Wirtschaftszahlen wie dem Job Report gesehen habe, würden Anleger ihre Aufmerksamkeit in den kommenden Wochen den Ertragszahlen und Führung der Unternehmen widmen.

Zudem werde auch die Europäische Zentralbank wieder mehr Aufmerksamkeit erhalten. Obwohl Mario Draghi vehement die aktuelle akkommodierende Haltung der EZB verteidige, ernte er dafür vermehrt Kritik aufgrund der verbesserten Wirtschaftsleistung in der Eurozone, den verminderten finanziellen Anspannungen und - jetzt vielleicht - weniger politischen Risiken.

Sollte die EZB andeuten, dass sie zu einer neutraleren Haltung wechseln könnte, würde das für die globalen Anleiherenditen Anlass für einen Anstieg bieten, die Bandbreite zwischen den US- und Eurozone-Anleihen schmälern und den Euro stärken würden. (08.05.2017/alc/a/a)