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Anleihen nur kurzfristig durchgerüttelt
04.03.26 12:10
Julius Bär Holding
Zürich (www.anleihencheck.de) - "Auf die tragischen Ereignisse im Nahen Osten am Wochenende kam es zunächst zu einem deutlichen Ausverkauf von Anleihen. Die Renditen stiegen an den wichtigsten Märkten stark an. Diese jüngsten Kursbewegungen lassen sich jedoch weitgehend durch eine teilweise Umkehrung der Rallye der letzten Woche erklären und nicht durch eine dauerhafte Veränderung der Fundamentaldaten. Daher raten wir davon ab, die aktuelle Entwicklung zu extrapolieren", erläutert Dario Messi, Head of Fixed Income Research bei Julius Bär.
Die Renditen von US-Staatsanleihen seien am Montag um rund 10 Basispunkte gestiegen, was eine beträchtliche Tagesbewegung darstelle. Europäische Anleihen seien noch stärker verkauft worden. Erwiesen sich also die wiederaufkommenden Inflationssorgen, die in die Märkte eingepreist würden, als dominanter als gedacht, was am deutlichsten bei den EUR-Benchmark-Renditen zu beobachten sei?
Derzeit glaube Dario Messi nicht, dass dies der Fall sei. Erstens müsse die Entwicklung im Kontext betrachtet werden. Die Ölpreise seien bereits vor dem Wochenende gestiegen, da geopolitische Risikoprämien eingepreist worden seien. Im gleichen Zeitraum seien die Renditen von US-Staatsanleihen sogar gesunken. Mit anderen Worten: Ein Teil des Renditeanstiegs in den ersten beiden Handelstagen nach den Militärschlägen spiegele wahrscheinlich die Mitnahme eines Teils der zuvor erzielten Gewinne wider.
Zweitens bleibe Dario Messi bei seiner ursprünglichen Einschätzung, dass der Anstieg der Öl- und Gaspreise selbst unter den wahrscheinlichsten Szenarien kaum eine dauerhafte Veränderung des Preisniveaus darstelle. Daher dürfte sich auch die Inflationsprognose nicht wesentlich ändern.
Insgesamt sei Dario Messi der Ansicht, dass die Renditeentwicklung dieser Woche nicht extrapoliert werden sollte. Er meine sogar, dass sich die Absicherungseigenschaften hochwertiger Anleihen in letzter Zeit verbessert hätten. Er sehe also über den unmittelbaren geopolitischen Schock hinaus, der sich letztlich nur als vorübergehende Auswirkung auf die Märkte erweisen dürfte, ein Engagement bei den mittleren Laufzeiten (5-10 Jahre) mit begrenztem oder keinem Kreditrisiko weiter als attraktiv an.
Bei risikoreicheren Unternehmensanleihen bevorzuge Dario Messi weiterhin Anleihen mit kürzerer Laufzeit, um Carry zu erzielen. Gleichzeitig lasse sich dadurch die Anfälligkeit gegenüber potenziellen Spread-Schwankungen reduzieren, die in den kommenden Wochen weiterhin erhöht bleiben könnten. (04.03.2026/alc/a/a)
Die Renditen von US-Staatsanleihen seien am Montag um rund 10 Basispunkte gestiegen, was eine beträchtliche Tagesbewegung darstelle. Europäische Anleihen seien noch stärker verkauft worden. Erwiesen sich also die wiederaufkommenden Inflationssorgen, die in die Märkte eingepreist würden, als dominanter als gedacht, was am deutlichsten bei den EUR-Benchmark-Renditen zu beobachten sei?
Zweitens bleibe Dario Messi bei seiner ursprünglichen Einschätzung, dass der Anstieg der Öl- und Gaspreise selbst unter den wahrscheinlichsten Szenarien kaum eine dauerhafte Veränderung des Preisniveaus darstelle. Daher dürfte sich auch die Inflationsprognose nicht wesentlich ändern.
Insgesamt sei Dario Messi der Ansicht, dass die Renditeentwicklung dieser Woche nicht extrapoliert werden sollte. Er meine sogar, dass sich die Absicherungseigenschaften hochwertiger Anleihen in letzter Zeit verbessert hätten. Er sehe also über den unmittelbaren geopolitischen Schock hinaus, der sich letztlich nur als vorübergehende Auswirkung auf die Märkte erweisen dürfte, ein Engagement bei den mittleren Laufzeiten (5-10 Jahre) mit begrenztem oder keinem Kreditrisiko weiter als attraktiv an.
Bei risikoreicheren Unternehmensanleihen bevorzuge Dario Messi weiterhin Anleihen mit kürzerer Laufzeit, um Carry zu erzielen. Gleichzeitig lasse sich dadurch die Anfälligkeit gegenüber potenziellen Spread-Schwankungen reduzieren, die in den kommenden Wochen weiterhin erhöht bleiben könnten. (04.03.2026/alc/a/a)


